Geburt in Hypnose: So funktioniert eine entspannte Geburt
Was du in diesem Artikel lernst
Eine Frau schrieb mir auf Instagram, sie würde eine Geburt in Hypnose gern machen, aber sie möchte die Geburt ja wirklich miterleben und nicht in einem anderen Zustand sein. Genau das dachte ich früher auch. Und genau das ist der größte Irrtum.
In dieser Folge erkläre ich dir, warum eine Geburt in Hypnose kein Hokuspokus ist, sondern ein ganz natürlicher Zustand. Du erfährst, welche Vorteile sie hat, was die Studien zeigen und wie das Ganze ganz praktisch funktioniert.
- Warum du in Hypnose deine Geburt intensiv und positiv miterlebst
- Wieso Schmerzreize reduziert wahrgenommen werden
- Was die Studien über Geburt in Hypnose belegen
- Was die hypnotische Trance wirklich ist
- Wie du deinen persönlichen Kraftort aufbaust und ankerst
Inhalt
Der größte Irrtum über die Geburt in Hypnose
Was Studien über die Geburt in Hypnose zeigen
So funktioniert die hypnotische Trance
Dein Kraftort und wie du ihn ankerst
Der größte Irrtum über die Geburt in Hypnose
Der Glaubenssatz, der mich am Anfang selbst gebremst hat: Ich will meine Geburt doch wirklich miterleben und nicht in einem anderen Zustand sein. Aber das ist überhaupt nicht so.
Hypnose ist ein völlig normaler Zustand, die hypnotische Trance. Wir durchlaufen sie täglich, wenn wir einschlafen. Das ist nichts künstlich Herbeigeführtes und nichts Merkwürdiges. Du bist auch nicht in einer anderen Welt, sondern ganz fokussiert bei dir, auf das innere Erleben deines Körpers.
Du erlebst die Geburt sogar intensiv mit, nur positiv. Du bist ganz bei dir und ganz bei deinem Baby und kannst eine tolle Verbindung spüren. Du spürst deinen Körper, spürst dein Baby, vielleicht sogar, wie es durch den Geburtskanal gleitet. Und gleichzeitig nimmst du Reize reduziert wahr. Störende Geräusche wie ein piepsendes CTG oder Stimmen bringen dich nicht raus. Und auch Schmerzreize werden reduziert wahrgenommen. Viele Frauen berichten: Wenn sie kurz aus der Hypnose herauskamen, war der Schmerz plötzlich zwei-, drei-, viermal so hoch, und sie sind schnell wieder in die Hypnose zurück.
Was Studien über die Geburt in Hypnose zeigen
Eine Geburt in Hypnose ist kein Hokuspokus, es gibt sogar Studien dazu. Hypnose wird ganz selbstverständlich bei Operationen am Gehirn und in der Zahnmedizin genutzt, und mittlerweile auch in der Geburtshilfe.
Es gibt eine tolle Arbeit, die du auch in meinem Blogartikel verlinkt findest. Zwei Frauen haben im Rahmen ihres Hebammenstudiums anhand der Literatur untersucht, welchen Einfluss eine Geburt in Hypnose hat. Das Ergebnis:
- Die Geburtsdauer verkürzt sich
- Die Frauen nehmen die Schmerzen viel geringer wahr
- Es kommen weniger Schmerzmittel zum Einsatz
- Die Frauen brauchen weniger Interventionen
- Den Neugeborenen geht es nach der Geburt besser, sie haben bessere Apgarwerte und müssen seltener auf die Kinderstation
- Die Frauen haben positivere Gefühle nach der Geburt, sind stolz und glücklich
- Ihr Wohlbefinden im Wochenbett ist besser und sie zeigen seltener Anzeichen für eine Wochenbettdepression
Es gibt sogar Studien, die zeigen, dass die Bindung von Mama und Baby noch ein halbes Jahr nach der Geburt intensiver ist als in der Kontrollgruppe. Das ist wissenschaftlich bewiesen und evidenzbasiert, und trotzdem wissen so wenige Menschen darüber Bescheid.

Hypnose ist kein Hokuspokus
Besonders cool an der Technik ist, dass es keine Nebenwirkungen gibt. Es gibt zwar ein paar Kontraindikationen, wann man nicht in Hypnose gehen darf, aber dann arbeite ich in meinen Kursen mit der Meditation. Wir nutzen sie ähnlich fokussiert wie die Hypnose, gehen aber nicht ganz so tief.
Ich glaube, viele sind skeptisch, weil Hypnose immer noch diesen Show-Charakter hat. Aber du wirst nicht wie ein Huhn gackernd über eine Bühne laufen. Du wirst einfach mehr zu dir finden, dich mit deinem Unterbewusstsein verbinden, dein Denkhirn ausschalten und so deinem Geburtsprogramm freien Lauf lassen.
Bei der Geburt ist es ohnehin so, dass der Körper bei allen Säugetieren in eine natürliche Geburtstrance schaltet. Wenn wir die hypnotische Trance vorher üben, fällt es uns noch leichter, bei der Geburt in diese Trance zu finden, die Reize reduziert wahrzunehmen und unser Baby sanft auf die Welt zu bringen.
So funktioniert die hypnotische Trance
Die hypnotische Trance ist ein ganz natürlicher Zustand, den jeder Mensch durchläuft, wenn er auf dem Weg in den Schlaf ist. Das passiert ganz unbewusst, unsere Hirnwellen schwingen langsamer und dann kommen wir in den Schlaf.
Wenn wir gezielt in Hypnose gehen, führen wir diesen Zustand bewusst herbei und bleiben darin, bevor wir in den Schlaf kommen. Danach kommen wir einfach wieder zurück. Das kannst du sogar ganz ohne Audios lernen, aber gerade am Anfang macht es Sinn, mit geführten Hypnosen zu üben, um in diesen Zustand zu finden.
Dein Kraftort und wie du ihn ankerst
In meinem Kurs lernst du einen persönlichen, individuellen Kraftort für deine Geburt kennen, den du dir aufbaust. Dieser Kraftort ist der Ausgangspunkt für sämtliche Hypnosen, eine ganze Bibliothek an Audios.
Von dort aus visualisieren wir zum Beispiel deine Traumgeburt, schauen, ob es Ängste gibt, die du loslassen darfst, und es gibt Hypnosen für den Umgang, wenn du über den errechneten Termin kommst und dein Baby einladen möchtest. Es gibt Hypnosen, in denen du deine Superkraft für die Geburt entdeckst, und eine Regenbogen-Meditation. Ausgangspunkt ist immer dieser Kraftort.
Den Kraftort baust du einmal auf, danach gehst du den dir bekannten Weg dorthin. Du kannst ihn sogar ankern, also an einen bestimmten Sinnesreiz koppeln, zum Beispiel einen Geruch. Ich liebe Lavendel und habe bei jeder Hypnose an Lavendel gerochen, um das Ganze zu konditionieren. Wenn ich heute an Lavendel rieche, komme ich automatisch in einen tiefen, entspannten Zustand. Denn genau das ist Hypnose: ein tiefer, entspannter Zustand, in dem deine Geburt richtig schön im Flow sein kann. Am besten übst du das täglich.

Der richtige Zeitpunkt für die Hypnose unter der Geburt
Wann ist der richtige Zeitpunkt, um unter der Geburt in die Hypnose zu gehen? Meine Empfehlung: sobald es sich für dich gut anfühlt. Für mich war das direkt mit dem Start der Geburt.
Denn das Besondere ist, dass du Reize reduziert wahrnimmst. Wenn du gar nicht erst in das Schmerzempfinden hineinkommst, sondern gleich in der Hypnose bist, dann ist alles viel leichter.
Du kannst sogar lernen, in Hypnose ins Auto zu steigen. Du bist nicht total weg, du bist weiterhin ansprechbar und kannst selbst entscheiden, wann du aus der Trance wieder auftauchst. Das ist wirklich nichts Merkwürdiges, sondern ein cooler Zustand, der für die Geburt super gut ist und auch danach hilft, mehr Entspannung in dein Leben zu bringen.
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Fazit: Geburt in Hypnose lohnt sich
Eine Geburt in Hypnose ist kein Hokuspokus, sondern ein ganz natürlicher, wissenschaftlich gut erforschter Zustand. Du erlebst deine Geburt intensiv und positiv mit, nimmst Schmerzreize reduziert wahr und bleibst die ganze Zeit selbstbestimmt.
Die wichtigsten Punkte:
- In Hypnose bist du ganz bei dir und deinem Baby, nicht in einer anderen Welt
- Schmerz- und Störreize werden reduziert wahrgenommen
- Studien belegen kürzere Geburten, weniger Interventionen und ein besseres Wochenbett
- Die hypnotische Trance ist der natürliche Zustand kurz vor dem Einschlafen
- Über deinen Kraftort und einen Anker wie Lavendel findest du leicht hinein
Wenn du Lust hast, deine Geburt in Hypnose vorzubereiten, zeige ich dir in meinem Onlinekurs gern, wie das Ganze funktioniert. Ich wünschte, mehr Mamas würden es einfach mal probieren.
FAQ: Geburt in Hypnose
Bekomme ich meine Geburt in Hypnose noch mit?
Ja, sogar intensiv. In Hypnose bist du ganz fokussiert bei dir und deinem Baby. Du spürst deinen Körper und dein Baby, nur Störreize und Schmerzreize werden reduziert wahrgenommen. Du bist nicht in einer anderen Welt.
Ist eine Geburt in Hypnose wissenschaftlich belegt?
Ja. Studien zeigen kürzere Geburten, geringer wahrgenommene Schmerzen, weniger Schmerzmittel, weniger Interventionen, bessere Apgarwerte beim Baby und ein besseres Wochenbett. Sogar die Bindung zwischen Mama und Baby ist ein halbes Jahr später noch intensiver.
Werde ich in Hypnose die Kontrolle verlieren?
Nein. Du bist weiterhin ansprechbar und entscheidest selbst, wann du aus der Trance auftauchst. Hypnose hat nichts mit der Show-Hypnose zu tun. Du verbindest dich einfach mit deinem Unterbewusstsein und schaltest dein Denkhirn aus.
Wie lerne ich die Geburt in Hypnose?
Am besten mit geführten Audios. In meinem Kurs baust du dir einen persönlichen Kraftort auf, von dem aus alle Hypnosen starten. Du kannst ihn an einen Sinnesreiz wie einen Geruch ankern und übst am besten täglich.
Wann sollte ich unter der Geburt in die Hypnose gehen?
Sobald es sich für dich gut anfühlt. Viele Frauen, auch ich, gehen direkt mit dem Start der Geburt in die Hypnose. So kommst du gar nicht erst tief ins Schmerzempfinden und es ist von Anfang an leichter.



