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Geburtsvertrauen stärken: 8 körpereigene Tricks, die dir Sicherheit geben

Was du in diesem Artikel lernst

Bevor du weiterliest, eine Frage an dich. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie sehr vertraust du gerade darauf, dass du deine Geburt aus eigener Kraft schaffen wirst? Merk dir die Zahl. Mein Ziel mit diesem Artikel ist, dass sie nach dem Lesen deutlich höher ist.

Vertrauen ist die wichtigste Zutat für deine Geburt. Es entspannt dich, lässt die Hormone richtig arbeiten und sorgt dafür, dass alle natürlichen Prozesse optimal ablaufen. In dieser Folge erzähle ich dir, warum so viele Frauen heute Angst statt Vertrauen haben, welche 8 genialen Körpertricks deine Hebamme dir nicht immer erklärt und was ich persönlich gemacht habe, um vor meiner Geburt voll und ganz ins Vertrauen zu kommen. Mit Hypnose, Düften und einem ganz besonderen Armband.

  • Warum Geburten heute als gefährlich gelten und früher gefeiert wurden
  • Die 8 körpereigenen Tricks, die dir die Geburt erleichtern
  • Wie Hypnose dein Unterbewusstsein positiv programmiert
  • Welche Anker du dir aufbauen kannst, von Düften bis Schmuck
  • Warum eine Alleingeburt keine gute Idee ist

Inhalt

Warum dein Geburtsvertrauen oft niedrig ist

Die Geschichte der Geburt in 5 Minuten

Warum eine Alleingeburt keine gute Idee ist

Die 8 körpereigenen Tricks für deine Geburt

Hypnose, Düfte und Anker für mehr Vertrauen

Mein Kraftarmband aus Heilsteinen

Fazit

FAQ

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Stärke dein Geburtsvertrauen

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Warum dein Geburtsvertrauen oft niedrig ist

Bei den meisten Frauen ist das Geburtsvertrauen nicht besonders ausgeprägt. Das hat einen einfachen Grund: All die Horror Stories, die in unserem Unterbewusstsein gespeichert sind. Die Geburten aus Filmen und Serien, wo die Frau schreit, panisch ist, irgendetwas schiefgeht. Die Geschichten von Bekannten, in denen alles dramatisch war. Die Sprüche aus dem Umfeld, dass es ja schon nicht so schlimm wird.

Ich habe selbst gehört, dass Menschen mich komisch angeguckt haben, als ich gesagt habe, dass ich ins Geburtshaus gehe. Ich musste mir Sätze anhören wie: „Willst du das wirklich? Willst du dein Kind so in Gefahr bringen?“ Und ich habe vor Kurzem auf Instagram einen Beitrag gesehen, in dem stand: „Mutter Natur ist ein Arschloch, Geburten sind nun mal gefährlich.“

Genau deshalb gibt es diesen Artikel. Geburten sind ganz natürlich. Sie sind bei uns Menschen aufwendiger als bei Tieren, weil unser Babykopf groß und unser Becken schmal ist. Aber unser Körper ist genau für diese Aufgabe gemacht. Was du brauchst, um das wirklich zu glauben, ist Wissen. Wissen, das dich zurück in dein Vertrauen führt.

Die Geschichte der Geburt in 5 Minuten

Früher waren Geburten positiv besetzt. Eine schwangere Frau wurde fast wie eine Göttin verehrt. Überall gab es Statuen von vollbusigen, dickbäuchigen Frauen. Menschen wussten ja damals nicht, wie neues Leben entsteht, also wurde die Schwangerschaft als etwas Heiliges gefeiert. Wenn eine Frau gebar, wurde getanzt, gefeiert und Spaß gehabt.

Dieses Gefühl ist ein komplett anderes als das, was wir heute mit Geburt verbinden. Dann kam die Zeit der Hexenverbrennung. Die Frauen, die verbrannt wurden, waren oft Hebammen. Die Geburtshilfe wurde immer weniger, die Frauen schlechter unterstützt. Dazu kam der religiöse Hintergrund: Frauen hätten gesündigt, sie verdienten die Schmerzen der Geburt. Manche Persönlichkeiten der Geschichte sagten sogar, wenn die Frau bei der Geburt sterbe, sei sie selbst schuld.

Das hat Konsequenzen gehabt. Mediziner wollten nicht mehr in die Geburtshilfe, also wurde sie oft von Menschen betrieben, die keine andere Arbeit fanden. Es gibt historische Belege, dass es Trinker waren. Frauen bekamen Chloroform gegen die Schmerzen, was Mama und Baby geschadet hat. Geburten wurden tatsächlich gefährlicher, weil die Voraussetzungen schlecht waren. Und so blieb in den Köpfen: Geburt gehört ins Krankenhaus, sie ist gefährlich, sie braucht Hilfe.

Heute gibt es eine starke Gegenbewegung. Hypnobirthing, Hausgeburten, mentale Geburtsvorbereitung, all das holt das natürliche Bild der Geburt zurück. Trotzdem ist in unserem Unterbewusstsein noch viel von dem Alten gespeichert. Genau deshalb braucht es bewusste Arbeit, um wieder ins Vertrauen zu kommen.

Symbolische Darstellung der körpereigenen Hormone, die das Geburtsvertrauen stärken

Warum eine Alleingeburt keine gute Idee ist

Bei all der Natürlichkeit, die ich liebe, bin ich absolut keine Freundin der Alleingeburt. Im Internet findet sich heute einiges dazu, gerade in der natürlichen Bubble. Aber unsere Geburten sind beim Menschen komplizierter als bei anderen Säugetieren. Babys müssen sich drehen, Schädelplatten schieben sich übereinander, Beckenschaufeln öffnen sich. Es ist ein hochkomplexer Prozess.

Wenn du dir die Geschichte der Geburt anschaust, siehst du: Frauen wurden gefährdeter, sobald die Unterstützung schlecht war. Das war ein Hauptauslöser dafür, dass Geburten überhaupt als gefährlich galten. Eine erfahrene Hebamme, eine Ärztin oder ein Arzt sind kein Eingriff in deine natürliche Geburt. Sie sind eine Sicherheit, die du unbedingt haben solltest. Du kannst auch mit einer Hebamme und im Krankenhaus eine wunderschöne, selbstbestimmte Geburt erleben.

Die 8 körpereigenen Tricks für deine Geburt

Jetzt zu dem Teil, der dein Vertrauen wirklich verändert. Dein Körper kann viel mehr, als du denkst. Hier sind 8 Tricks, die er ganz von alleine anwendet, um dir die Geburt zu erleichtern.

1. Relaxin macht den Muttermund weich

Dein Körper schüttet ein Hormon namens Relaxin aus. Es macht den Muttermund weich. Wenn du einen Vergleich willst: Fass mal mit dem Finger auf deine Nasenspitze und knubbel ein bisschen. So ist der Muttermund, bevor Relaxin wirkt. Jetzt fass dein Ohrläppchen an. So weich kann er werden. So kann er sich locker öffnen.

2. Die Rutschbahn

Der Geburtsweg wird feucht und rutschig. Zusammen mit der Schwerkraft kann dein Baby hinausgleiten. Deshalb ist eine aufrechte Geburtsposition meist hilfreich. Liege bitte nicht in Maikäferposition auf dem Rücken, außer dein Körper sagt dir ganz klar, dass das jetzt richtig ist. Spinning Babies ist hier ein super Kurs, der dir Übungen zeigt, mit denen du deinem Baby Platz schaffst.

3. Der Rhythmus

Eine Geburt besteht aus Anspannung und Entspannung. Eine Wehe dauert etwa 60 Sekunden, dann folgt eine Pause von ungefähr 5 Minuten. Rechne das hoch: 30 Minuten Geburt bedeuten 5 Minuten Wehentätigkeit und 25 Minuten Pause. Du bist nie permanent in den Wehen, immer wieder kommt Entspannung. Diese Vorstellung hat mir riesig viel Kraft gegeben. Eine Minute Anstrengung schaffst du, denk an die Plank-Position im Yoga. Eine Minute, dann Pause.

4. Endorphine, stärker als Morphium

Dein Körper schüttet unter der Geburt Endorphine aus. Das sind körpereigene Opiate, die das Schmerzempfinden beeinflussen und für einen Glücksrausch sorgen. Sie wirken bis zu 200 Mal stärker als Morphium. Voraussetzung: du bist entspannt. Mit Hypnose und der Endorphinmassage kannst du diesen Effekt zusätzlich unterstützen.

5. Flexibilität von Babykopf und Becken

Die Schädelknochen deines Babys schieben sich übereinander, dein Becken öffnet sich. Der Kopf wird etwas kleiner, das Becken größer. So passt der scheinbar zu große Kopf durch das scheinbar zu schmale Becken.

6. Neue Rezeptoren in Gehirn und Gebärmutter

Dein Körper baut Rezeptoren auf, an denen die geburtsfördernden Hormone andocken. Zum Beispiel Rezeptoren für Prostaglandine. Diese Hormone öffnen den Muttermund und reduzieren Schmerz. Wichtig ist, dass die Hormone gut andocken können. Wenn du die letzten sechs Wochen auf Zucker verzichtest, unterstützt du diesen Prozess. Dazu habe ich einen extra Artikel.

7. Natürliche Betäubung

Der Druck des Babykopfes in deinem Becken löst ein Betäubungsgefühl im Damm aus. Viele Frauen machen sich Sorgen wegen Schmerzen in diesem Bereich. Dein Körper hat genau dafür einen eigenen Mechanismus.

8. Das Stammhirn übernimmt

Gegen Ende der Schwangerschaft reduziert sich die Aktivität in deinem Denkhirn. Du bist mehr und mehr in deinem Stammhirn, und das ist genau der perfekte Ort für deine Geburt. Hier ist dein Geburtsprogramm gespeichert. Stell es dir wie eine Festplatte vor: das Geburtsprogramm liegt auf der Festplatte, nicht auf der externen. Hypnose hilft dir, gezielt in diesen Zustand zu kommen.

Schwangere mit Kraftarmband und Lavendel-Öl als Anker für mehr Geburtsvertrauen

Hypnose, Düfte und Anker für mehr Vertrauen

Die 8 Tricks deines Körpers sind großartig. Sie wirken aber nur dann optimal, wenn du wirklich entspannt bist. Und Entspannung kommt aus Vertrauen. Hier sind die Werkzeuge, die mir geholfen haben, vor meiner Geburt voll und ganz ins Vertrauen zu kommen.

Hypnose programmiert dein Unterbewusstsein neu

Hypnose ist ein ganz natürlicher Zustand, in dem du offen bist für positive Sätze. Es geht nicht darum, dass jemand dich „in Trance versetzt“ und du nicht mehr Herr deiner Sinne bist. Du bist die ganze Zeit bei dir, du hörst alles, du kannst aussteigen, wann du willst. In dem Zustand können Suggestionen direkt in deinem Unterbewusstsein wirken.

Warum das wichtig ist: Dein bewusster Verstand macht nur 5 bis 10 Prozent deiner Gedanken und Gefühle aus. Der Rest läuft im Unterbewusstsein. Da liegen die Horror Stories, die Ängste, die Glaubenssätze. Es reicht nicht, im bewussten Zustand positiv zu denken. Du darfst auch dein Unterbewusstsein positiv programmieren, und genau da ist die Hypnose das beste Werkzeug.

Düfte als Anker

Ich habe mir einen Duft ausgesucht, den ich mit der Hypnose verankert habe. Bei mir war es Lavendel, ein klassischer Alleskönner, der beruhigt und sanft ist. Heute würde ich Rose nehmen. Wichtig: Verwende nur hochwertige ätherische Öle, besonders in der Schwangerschaft. Jedes Mal, wenn ich den Duft wahrgenommen habe, bin ich schneller in den entspannten Zustand gekommen. Unter der Geburt war der Duft sofort ein Anker für Sicherheit.

Wissen gibt Sicherheit

Ich habe mir tausendmal die Körpertricks durchgelesen, eigene Affirmationen geschrieben, Yoga gemacht, Spinning-Babies-Übungen durchgezogen, Ängste angeschaut und aufgelöst. Wissen ist für viele Frauen, mich eingeschlossen, der Schlüssel zum Vertrauen. Wenn du weißt, was passiert und warum, kannst du dich auf das Geschehen einlassen, statt dich davor zu fürchten.

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Mein Kraftarmband aus Heilsteinen

Der Duftanker war gut, aber ich wollte noch mehr. Ich wollte etwas Physisches, das ich am Körper trage, das ich anschauen und berühren kann. Etwas, das immer bei mir ist.

Ich erinnere mich genau an den Spaziergang mit meiner Nachbarin. Sie macht Schmuck aus Heilsteinen. Ich habe sie gefragt, ob sie mir mein persönliches Kraftarmband für die Geburt machen kann. Wir haben gemeinsam Steine und Perlen ausgesucht, ganz gezielt nach den Steinen, die mir gut tun. Ich trage dieses Armband seit der Schwangerschaft täglich. Ich habe es jetzt gerade um, während ich diese Folge spreche.

Was sich verändert hat, sobald ich das Armband hatte: Die gesamte positive Vorbereitung lief leichter. Ich bin schneller in die Hypnose gekommen. Ich konnte mich besser auf die Geburt freuen. Unter der Geburt habe ich das Armband immer wieder angeschaut und gespürt, wie es mich getragen hat. Es war mein dritter Anker neben dem Duft und der Hypnose.

Du musst nicht das gleiche Armband haben. Du darfst dir deine eigenen Anker suchen, die zu dir passen. Ein Stein, ein Schmuckstück, ein Tuch, ein Foto. Etwas, das du sehen, fühlen und mit guten Gedanken aufladen kannst. Diese kleinen Dinge machen in dem Moment, in dem die Wehen kommen, einen riesigen Unterschied.

Fazit: Geburtsvertrauen ist eine Praxis, keine Veranlagung

Geburtsvertrauen ist nicht etwas, das du hast oder nicht hast. Es ist etwas, das du bewusst aufbauen darfst. Mit Wissen über deinen Körper, mit Werkzeugen für dein Unterbewusstsein und mit kleinen Ankern für den Alltag.

Das Wichtigste aus dieser Folge:

  • Geburten waren früher etwas Heiliges. Was wir heute als Angst kennen, ist über Jahrhunderte entstanden, nicht angeboren
  • Dein Körper hat 8 geniale Tricks: Relaxin, Rutschbahn, Rhythmus, Endorphine, Flexibilität, Rezeptoren, natürliche Betäubung, Stammhirn
  • Hypnose programmiert dein Unterbewusstsein um, das macht 90 Prozent deiner Gedanken aus
  • Düfte und physische Anker wie ein Armband geben dir Sicherheit, die immer bei dir ist
  • Eine Alleingeburt empfehle ich trotz aller Natürlichkeit nicht. Hol dir eine Hebamme dazu

Erinnere dich an die Zahl von Anfang an. Wie sehr vertraust du jetzt darauf, dass du deine Geburt aus eigener Kraft schaffst? Wenn die Zahl höher ist, bist du auf dem Weg. Wenn nicht, ist das auch okay. Vertrauen darf wachsen. Du darfst dir die Werkzeuge nehmen, die zu dir passen, und Schritt für Schritt deinen eigenen Weg ins Vertrauen finden.

FAQ zum Geburtsvertrauen stärken

Was ist Geburtsvertrauen genau?

Geburtsvertrauen ist das tiefe Wissen, dass dein Körper für die Geburt gemacht ist und dass du diese Aufgabe meistern kannst. Es ist kein blinder Glaube, sondern entsteht aus Wissen über die Vorgänge in deinem Körper, aus mentaler Vorbereitung und aus dem bewussten Auflösen von Ängsten.

Wie lange brauche ich, um Geburtsvertrauen aufzubauen?

Schon ein paar Wochen Hypnose und Affirmationen machen einen spürbaren Unterschied. Optimal sind die letzten drei Monate vor der Geburt. Aber auch wenn du erst spät anfängst, lohnt es sich. Dein Unterbewusstsein nimmt positive Sätze sehr schnell auf.

Hilft Hypnose wirklich gegen Geburtsschmerzen?

Ja, und es gibt dazu mittlerweile Studien. Hypnose hilft dir, im Stammhirn zu bleiben, wo dein Geburtsprogramm gespeichert ist. Du bist entspannter, dein Körper schüttet mehr Endorphine aus, der Muttermund öffnet sich besser. Schmerz entsteht dann oft gar nicht erst in der Intensität, die du erwartet hast.

Was ist mit ätherischen Ölen in der Schwangerschaft?

Verwende nur sehr hochwertige Öle, von einer Marke, der du vertraust. Lavendel ist ein guter Allrounder und gilt als sanft. Rose ist ebenfalls schön für die Geburt. Sprich im Zweifel mit deiner Hebamme oder einer Aromaexpertin, gerade wenn du andere Öle benutzen möchtest.

Brauche ich ein Heilstein-Armband, um Geburtsvertrauen zu haben?

Nein. Das Armband ist mein persönlicher Anker. Du darfst dir deinen eigenen Anker aussuchen. Ein Stein in der Tasche, eine Kette, ein Foto, ein Tuch mit einem besonderen Geruch. Wichtig ist, dass du dieses Objekt mit positiven Gedanken und der Hypnose verbindest und es unter der Geburt bei dir haben kannst.

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