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Angst vor der Geburt: Warum sie normal ist und wie du sie auflöst

Was du in diesem Artikel lernst

Angst vor der Geburt zu haben ist nicht ungewöhnlich. Es ist normal. Es geht so gut wie jeder Frau so. Und trotzdem hört man wenig darüber, weil viele Frauen sich nicht trauen, ihre Angst auszusprechen. Es gibt diesen Glauben, wenn ich darüber spreche, manifestiere ich es. Das stimmt nicht. Es ist genau anders herum.

In dieser Folge teile ich, woher Geburtsangst eigentlich kommt, warum dein Gehirn sie produziert, was sie mit deinem Körper macht und warum es so wichtig ist, sie nicht wegzuschieben. Du erfährst auch, was passiert, wenn aus Angst der Weg in den Wunschkaiserschnitt gewählt wird. Und welche Werkzeuge dir helfen, deine Angst wirklich aufzulösen.

  • Warum Angst vor der Geburt normal und sogar gut ist
  • Woher die Angst kommt und welche Rolle Filme und Familiengeschichten spielen
  • Warum ein Wunschkaiserschnitt aus Angst keine gute Lösung ist
  • Wie der Kreislauf aus Angst, Anspannung und Schmerz entsteht
  • Welche Werkzeuge dir helfen: EFT, Hypnose, Meditation und Neurografik

Inhalt

Angst vor der Geburt ist normal

Woher die Angst eigentlich kommt

Warum Angst kein guter Grund für einen Kaiserschnitt ist

Der Kreislauf aus Angst, Anspannung und Schmerz

5 Werkzeuge, mit denen du deine Angst auflöst

Wie du nach der Geburt mit den nächsten Sorgen umgehst

Fazit

FAQ

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Ängste vor der Geburt

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Angst vor der Geburt ist normal

Ich sage das gleich am Anfang: Angst vor der Geburt zu haben ist normal. Es ist sogar gesund. Ein Geburtsereignis ist immer eine Wundertüte. Es ist neu, es lässt sich nicht planen, es entzieht sich deiner Kontrolle. Genau das mag dein Gehirn nicht. Dein Gehirn liebt Bekanntes, weil bekanntes Sicherheit bedeutet. Und eine Geburt ist nun mal kein bekannter Vorgang.

Ich habe schon oft erlebt, dass Frauen sich ihre Angst nicht eingestehen. Es gibt diesen Aberglauben, dass das Hinschauen die Angst manifestiert. Dass man sich quasi die schlechte Geburt herbeidenkt, wenn man darüber spricht. Das ist nicht so. Wegschauen verstärkt die Angst, weil sie weiter im Verborgenen wächst. Hinschauen löst sie auf.

Und Ängste sind etwas Gutes. Sie sind für dich, nicht gegen dich. Sie wollen dich schützen. Sie wollen, dass es dir und deinem Baby gut geht. Wenn du das verstehst, wird das Hinschauen viel leichter. Du machst Frieden mit deiner Angst, statt sie zu bekämpfen.

Woher die Angst eigentlich kommt

Die Gründe für Geburtsangst sind oft gesellschaftlich geprägt. Uns werden Horrorgeschichten erzählt, keine schönen Geburtsberichte. Und dann kommen die Filme dazu. Ich war früher Grey’s-Anatomy-Fan und in fast jeder Geburtsszene passierte etwas Dramatisches. Fernsehen kommt einem hypnotischen Zustand sehr nah, alles fließt in dein Unterbewusstsein.

Dazu kommt unser Sprachgebrauch. „Wehe“ kommt von „weh tun“. Das ist bei vielen tief verankert. Es löst Angst aus, bevor du überhaupt eine Wehe gespürt hast. Und dann sind da noch deine individuellen Geschichten. Familiengeschichten, die dir seit der Kindheit eingeprägt wurden. Das war bei mir genau der Punkt. Ich hatte viel aufgelöst, aber an meine Familiengeschichte hatte ich nicht gedacht.

Ich appelliere immer dafür, ohne Angst machen zu wollen: Schau bitte auf deine Ängste. Sie können einer leichten Geburt im Weg stehen, auch wenn äußerlich alles gut läuft. Ich bin gut aus meinem Notkaiserschnitt rausgekommen, weil das mentale Training mich getragen hat. Aber es hätte anders sein können, wenn ich vorher noch genauer hingeschaut hätte.

Warum Angst kein guter Grund für einen Kaiserschnitt ist

In Deutschland enden rund 30 Prozent der Geburten in einem Kaiserschnitt. Und es gibt Frauen, die sich aus Angst für einen Wunschkaiserschnitt entscheiden, ohne medizinische Notwendigkeit. Ich finde das schade, weil ein Kaiserschnitt nicht der leichtere Weg ist. Er ist nicht der sicherere Weg. Er ist eine große Bauchoperation, bei der wirklich alle Schichten durchtrennt werden.

Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Mein Notkaiserschnitt war eine wundervolle Hilfe in einer Notsituation. Er hat uns gerettet. Dafür bin ich dankbar. Aber er war kein leichter Weg. Hinterher sind Frauen mit einer vaginalen Geburt meist schneller wieder auf den Beinen als nach einem Kaiserschnitt.

Auch für dein Baby ist eine vaginale Geburt in vielen Punkten besser. Sein Immunsystem profitiert von den Bakterien des Geburtskanals. Und durch den Geburtsprozess werden bestimmte Reflexe ausgelöst, die später integriert werden. Wenn das nicht passiert, kann das langfristig Auswirkungen haben.

Wenn du dich also nur aus Angst für einen Kaiserschnitt entscheidest, dann bitte nutz vorher die Chance, auf deine Angst zu schauen und sie aufzulösen. Du darfst die Entscheidung neu prüfen, wenn die Angst aus dem Weg ist.

Schwangere Frau in stiller Meditation mit Hand auf Herz und Bauch als Symbol dafür, Angst vor der Geburt loszulassen

Der Kreislauf aus Angst, Anspannung und Schmerz

Warum ist es so wichtig, die Angst vor der Geburt zu lösen? Weil sie deinen Körper steuert. Zwischen 90 und 95 Prozent unserer Körperreaktionen werden vom Unterbewusstsein gesteuert. Wenn dort viel Angst gespeichert ist, dann arbeitet dein Körper in genau diese Richtung. Du gehst in den Fight-or-Flight-Modus, alles wird angespannt, und genau das brauchst du unter der Geburt nicht.

Unter der Geburt entsteht ein Kreislauf, wenn Angst da ist. Angst löst Anspannung aus. Anspannung erzeugt Schmerz. Schmerz erzeugt wieder mehr Angst. Und der Kreis dreht sich. Es ist viel einfacher, vorher rauszukommen als mittendrin. Deshalb löst du die Angst am besten in der Schwangerschaft.

Falls du im Kreislauf trotzdem hängenbleibst, gibt es noch immer Übungen, mit denen du in die Entspannung zurückkehrst. Und natürlich ist auch eine PDA eine Möglichkeit. Ich würde sie nicht vorab fest einplanen, weil du dann den Druck aufbaust, dass es ohne nicht geht. Aber sie ist gut zu wissen als Notausgang, wenn du aus dem Kreislauf alleine nicht mehr rauskommst.

5 Werkzeuge, mit denen du deine Angst auflöst

Diese Werkzeuge sind nicht nur für die Geburt. Sie helfen dir bei jeder Angst, die in den nächsten Jahren auftauchen wird. Mama-Sein bedeutet, Sorgen mit der Liebe zu tragen. Es ist gut, Werkzeuge zu haben.

1. EFT, die Klopfakupressur

EFT steht für Emotional Freedom Technique. Du klopfst bestimmte Akupressurpunkte und sprichst dabei Worte, die zu deinem Gefühl passen. So erreichst du Ängste im Unterbewusstsein und kannst sie loslassen. Ich habe mit der Coach Miriam Schmelz eine EFT-Session aufgenommen, die du im Podcast mitmachen kannst. Es war für mich überraschend, wie viel sich allein dadurch gelöst hat.

2. Hypnose

Hypnose bringt dich in einen veränderten Bewusstseinszustand, in dem dein Unterbewusstsein erreichbar ist. Hier kannst du alte Bilder über Geburt durch neue, kraftvolle Bilder ersetzen. In meinen Geburtsvorbereitungskursen ist Hypnose ein zentrales Werkzeug.

3. Meditation

Meditation ist mein Steckenpferd. Sie hilft dir, deine Ängste erstmal zu erkennen. Vor jedem Loslassen steht das Wahrnehmen. Eine tägliche Meditation in der Schwangerschaft baut dir nicht nur Entspannung auf, sondern auch eine Verbindung zu dir und deinem Baby.

4. Neurografik

Das ist eine Methode aus der Neuropsychologie kombiniert mit Malen. Du löst Ängste über das Zeichnen bestimmter Linien und Formen. Am Ende hast du etwas in der Hand, das deinen Prozess sichtbar macht. Das ist sehr berührend.

5. Bewusstes Sprechen über deine Angst

Sprich mit deinem Partner, einer Freundin oder einer Coachin. Allein das Aussprechen nimmt der Angst Macht. Du machst sie greifbar, statt sie als diffuses Gefühl im Hintergrund zu lassen.

Schwangere Frau klopft sanft EFT-Punkte als Werkzeug gegen Angst vor der Geburt

Wie du nach der Geburt mit den nächsten Sorgen umgehst

Diese Werkzeuge brauchst du nicht nur für die Schwangerschaft. Als Mama begleitet dich Sorge ein Leben lang. Vor der 12. Woche hofft man, dass alles bleibt. Dann zittert man von Termin zu Termin. Nach der Geburt hat man andere Sorgen. Ich kenne keine Mama, die nicht ab und zu nachts im Babybett geguckt hat, ob noch alles atmet.

Bei mir ist das auch jetzt noch da. Wenn unsere Tochter im Kindergarten ist, denke ich manchmal: Hoffentlich passen sie gut auf dich auf. Obwohl ich den Kindergarten liebe und vertraue. Wenn mein Mann mit den Kindern losgeht, schicke ich oft den Gedanken hinterher: Kommt heile wieder. Das ist die Sprache der Liebe.

Es geht nicht darum, diese Sorgen verschwinden zu lassen. Es geht darum, dass sie dich nicht steuern. Mit EFT, Meditation, einer Atemübung am Tag, einem ehrlichen Gespräch. Du wählst, wie du mit der Angst lebst.

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Fazit: Angst vor der Geburt ist eine Einladung

Angst vor der Geburt ist nicht dein Feind. Sie ist eine Einladung, hinzuschauen. Sie zeigt dir, wo du noch Sicherheit brauchst, welche Bilder im Unterbewusstsein gespeichert sind und wo dein System Unterstützung braucht.

Die wichtigsten Punkte aus dieser Folge:

  • Angst vor der Geburt ist normal und sogar gesund. Sie will dich schützen
  • Wegschauen verstärkt die Angst, Hinschauen löst sie auf
  • Ein Wunschkaiserschnitt aus Angst ist nicht der leichtere Weg, weder für dich noch für dein Baby
  • Der Kreislauf aus Angst, Anspannung und Schmerz lässt sich am besten vorher unterbrechen
  • EFT, Hypnose, Meditation und Neurografik sind kraftvolle Werkzeuge zum Loslassen

Du darfst deine Angst sehen und ehren. Sie ist Teil deiner Mutterwerdung. Wenn du sie auflöst, machst du Platz für Vorfreude, Vertrauen und eine Geburt, die wirklich deine sein darf.

FAQ zur Angst vor der Geburt

Ist Angst vor der Geburt wirklich normal?

Ja, völlig. So gut wie jede Frau hat Angst vor der Geburt, weil eine Geburt nicht plan- und kontrollierbar ist. Dein Gehirn mag Bekanntes und Geburt ist nun mal neu, auch beim zweiten oder dritten Kind. Die Angst ist eine gesunde Schutzreaktion, die du anerkennen und sanft auflösen darfst.

Wenn ich über meine Angst spreche, manifestiere ich sie dann?

Nein. Das ist ein Glaubenssatz, der vielen Frauen mehr schadet als hilft. Aussprechen und Hinschauen löst die Angst, Wegschauen verstärkt sie, weil sie sich im Unterbewusstsein staut und deinen Körper unter der Geburt blockiert.

Ist ein Wunschkaiserschnitt sicherer, wenn ich Angst habe?

Nein. Ein Kaiserschnitt ist eine große Bauchoperation und auch er kann unerwartete Verläufe haben. Für dein Baby ist eine vaginale Geburt in vielen Punkten besser, vor allem wegen des Immunsystems und der Reflexintegration. Wenn deine einzige Begründung die Angst ist, löse zuerst die Angst und entscheide dann neu.

Was hilft kurzfristig bei aufkommender Geburtsangst?

Drei bis vier tiefe Atemzüge in den Bauch, eine kurze EFT-Klopfrunde und eine Hand auf dein Herz mit dem Satz: „Ich bin sicher, mein Baby ist sicher, wir sind im Hier und Jetzt.“ Das hilft sofort, runterzukommen.

Brauche ich eine Therapie, um meine Geburtsangst aufzulösen?

Nicht immer. Viele Frauen lösen ihre Geburtsangst mit Hypnose, Meditation und EFT. Wenn deine Angst aber sehr stark ist oder mit einer früheren traumatischen Erfahrung verknüpft, ist eine begleitende Psychotherapie eine sehr gute Investition in dich.

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