Ängste loslassen in der Schwangerschaft: EFT-Klopftechnik für werdende Mamas
Was du in diesem Artikel lernst
Du bist schwanger und merkst, da ist diese Sorge im Hintergrund. Die Angst, dass deinem Baby etwas passieren könnte. Die Angst vor der Geburt. Die Angst, der Mutterrolle nicht gerecht zu werden. Du bist damit nicht allein. Ich kenne diese Gedanken aus eigener Erfahrung und ich weiß, wie schwer es ist, mit einem positiv denken alleine wirklich rauszukommen.
In dieser Folge spreche ich mit EFT-Coach Miriam darüber, wie du deine Ängste in der Schwangerschaft nicht wegdrücken, sondern wirklich loslassen kannst. EFT steht für Emotional Freedom Technique. Es ist eine Klopftechnik, die mit Akupunkturpunkten arbeitet, und sie hat mir nach meinem Kaiserschnitt eine Last von den Schultern genommen, die ich vorher nicht mal benennen konnte.
- Warum positives Denken alleine deine Ängste nicht löst
- Was EFT genau ist und warum die Klopftechnik so gut funktioniert
- Wie du auch unbewusste Ängste Schicht für Schicht sichtbar machst
- Wie eine EFT-Sitzung zur Angst vor einem Verlust des Babys ablaufen kann
- Wann eine Sitzung reicht und wann du EFT in der Selbstanwendung lernen solltest
Inhalt
Warum Ängste in der Schwangerschaft so normal sind
Was EFT ist und wie die Klopftechnik wirkt
Warum positives Denken nicht reicht, um Ängste loszulassen
Die Zwiebelschicht: Wie unbewusste Ängste sichtbar werden
So läuft eine EFT-Sitzung bei einer Schwangeren ab
Warum Ängste in der Schwangerschaft so normal sind
Wenn du schwanger bist, ist da ein neues Wesen in dir und alles fühlt sich auf einmal größer an. Die Verantwortung, die Liebe, die Sorge. Du machst dir vielleicht Gedanken, ob alles gut geht. Du fragst dich, wie die Geburt wird. Du wachst morgens auf mit einem schummrigen Gefühl im Bauch und weißt nicht genau, wo es herkommt.
Das ist nicht dein Versagen. Unser Gehirn liebt Bekanntes und eine Schwangerschaft, eine Geburt, ein neues Leben mit Baby, das ist alles neu. Da kommen Ängste hoch. Bei manchen Frauen ist es ganz konkret, zum Beispiel die Angst, das Baby in der Frühschwangerschaft zu verlieren. Bei anderen ist es flächendeckender, ein generelles Sich-Sorgen-Machen.
Und ich sage dir gleich eins. Du musst diese Ängste nicht einfach aushalten. Du darfst sie loslassen. Genau dafür ist EFT, die Emotional Freedom Technique, ein wunderschönes Werkzeug. Nicht als esoterischer Trick, sondern als ganz praktische Methode, die dein Körper und dein Unterbewusstsein verstehen.
Was EFT ist und wie die Klopftechnik wirkt
EFT steht für Emotional Freedom Technique. Es ist eine Technik, mit der du blockierte Emotionen aus deinem Körper löst, befreist und in Bewegung bringst. Du klopfst dabei bestimmte Punkte am Körper, das sind Akupunkturpunkte aus der traditionellen chinesischen Medizin. Gleichzeitig sprichst du Sätze aus, die zu deiner Angst, zu deiner Sorge, zu dem überfordernden Gefühl passen.
Diese Kombination aus Klopfen und Aussprechen schickt deinem Nervensystem ein Signal. Das, was da hochkommt, ist da, du nimmst es wahr, du drückst es nicht weg. Und gleichzeitig sagst du deinem Körper: Ich bin sicher. So lernst du Schritt für Schritt, mit deinen Gefühlen umzugehen, statt sie zu unterdrücken und im Körper zu blockieren.
Das Schöne an EFT ist die niedrige Hemmschwelle. Wenn du gerade aufgewühlt bist und jemand sagt zu dir: Jetzt setz dich hin und meditiere, dann ist das oft fast unmöglich. Dein Körper ist in Alarm, das Adrenalin ist hoch. Mit EFT nutzt du genau diese Aktivierung. Du machst was mit deinen Händen, du sprichst, du bist im Tun. Das ist viel leichter, als sich einfach hinzusetzen und die Augen zu schließen.
Warum positives Denken nicht reicht, um Ängste loszulassen
In der Geburtsvorbereitung hörst du oft den Satz: Denk positiv an die Geburt, dann wird sie auch positiv. Und ja, deine Einstellung macht einen großen Unterschied. Aber wenn unter deinem positiven Gedanken eine echte, tiefe Angst sitzt, dann ist diese Angst stärker. Sie überlagert die Affirmation. Du sagst dir morgens: Meine Geburt wird ruhig und friedvoll. Und im Hintergrund schreit eine Stimme: Aber was, wenn nicht?
Genau hier setzt EFT an. Statt die Angst zuzudecken, schaust du sie an. Du sprichst sie aus. Du gibst ihr Raum, während du klopfst. Und genau dadurch verliert sie ihre Macht.
Ich nenne das gern Angstmauern. Wenn wir Ängste nicht ansehen, stapeln sie sich. Wir decken sie zu, wir verdrängen sie, wir reden uns Mut zu. Aber weg sind sie nicht. Sie werden zur Mauer, die uns von der schönen Geburt, von der entspannten Schwangerschaft, von der Verbindung zum Baby trennt. EFT ist eine der Methoden, mit denen du diese Mauer Stein für Stein abtragen kannst.

Die Zwiebelschicht: Wie unbewusste Ängste sichtbar werden
Viele schwangere Frauen sagen mir: Sarah, ich habe so ein schummriges Gefühl im Bauch, aber ich weiß gar nicht genau, wovor ich Angst habe. Auch das ist normal. Ängste sitzen oft im Unterbewusstsein und zeigen sich nur als diffuses Gefühl.
Miriam beschreibt das gern als Zwiebel. Du schälst Schicht für Schicht. Die oberste Schicht ist vielleicht dieses mulmige Gefühl. Darunter liegt eine konkretere Angst. Und darunter vielleicht eine alte Erfahrung, eine Geschichte aus deiner eigenen Kindheit, ein Glaubenssatz, den du übernommen hast.
Beim EFT-Klopfen schaffst du einen sicheren Raum für dich selbst. Und in diesem sicheren Raum dürfen Schichten sich zeigen. Du musst vorher nicht wissen, was im Unterbewusstsein steckt, du musst nichts analysieren, nichts erzwingen. Du klopfst mit dem, was gerade da ist, und der Rest kommt nach und nach.
Was vielen Frauen hilft, ist die Erlaubnis, die Angst überhaupt auszusprechen. Es gibt eine große Hemmung, eine Angst beim Namen zu nennen. Vor allem die Angst, das Baby zu verlieren. Die Angst, bei der Geburt zu sterben. Die Angst, der Mutter-Rolle nicht gerecht zu werden. Wir denken, wenn ich es ausspreche, manifestiere ich es. Das Gegenteil ist der Fall. Was du anschauen und benennen kannst, verliert seine Macht.
So läuft eine EFT-Sitzung bei einer Schwangeren ab
Stell dir vor, du hast in der Frühschwangerschaft Angst, dein Baby zu verlieren. Du buchst eine EFT-Sitzung mit Miriam, alles online, du sitzt bequem zu Hause.
1. Die Angst spezifizieren
Im ersten Schritt sprecht ihr über die Situation. Nicht nur: Ich habe Angst, sondern: Wovor genau? Was würde passieren? Welche Bilder kommen hoch? Welche Gefühle hängen dran? Vielleicht zeigt sich, dass es nicht nur die Angst um dieses Baby ist, sondern dass du generell zu Verlustängsten neigst.
2. Die Bereitschaft prüfen
Dann schaut ihr, ob du diese Angst wirklich loslassen willst. Das klingt banal, ist es aber nicht. Manche Frauen glauben unbewusst, ich brauche diese Sorge, um mein Kind zu schützen. Wenn ich aufhöre mir Sorgen zu machen, passiert was. Diese Überzeugung darf zuerst gesehen werden.
3. Klopfen mit Ausspruch
Dann beginnt das Klopfen. Du gehst die Akupunkturpunkte am Körper durch, beginnend mit der Handkante. Während du klopfst, sprichst du Sätze aus, die genau zu deiner Angst passen. Das fühlt sich am Anfang ungewohnt an, aber schon nach wenigen Minuten merkst du, wie die Anspannung im Körper nachlässt.
4. Auflösung und neue Sicht
Erst wenn die blockierte Emotion sich gelöst hat, kommt der Übergang zum positiveren Blick. Das ist der entscheidende Unterschied zu reinen Affirmationen. Erst das Loslassen, dann das Neuausrichten. Sonst klebt der positive Satz wie ein Pflaster auf einer offenen Wunde.

EFT in den Alltag als Mama mitnehmen
Das Schöne an EFT ist, dass du es nicht nur in der Schwangerschaft brauchst. Sobald dein Baby da ist, kommen neue Sorgen. Sorgen ums Stillen, ums Schlafen, ums Wachstum. Sorgen, ob du genug bist. Sorgen um Geschwisterkinder. Genau dann brauchst du eine Methode, die in den Alltag passt.
Miriam bietet auch einen Selbstlern-Kurs an, damit du EFT für dich selbst nutzen kannst. Es lohnt sich, einmal intensiv ein Thema zu klopfen und sich dafür eine halbe Stunde zu nehmen. Im Alltag reichen dann oft schon ein paar Minuten, um eine akute Anspannung zu lösen.
So baust du EFT in deinen Tag ein
- Eine Sache morgens nur für dich, zum Beispiel drei Minuten klopfen mit dem Gefühl, das gerade da ist
- Eine kurze Runde EFT, wenn dein Baby schläft und dir Sorgen aufkommen
- Eine längere Session einmal pro Woche, in der du dir Raum für ein Thema nimmst
Und ja, du darfst dabei skeptisch sein. Du musst nicht zu 100 Prozent überzeugt sein, dass es funktioniert. Du musst nur offen sein. Probier es aus, lass dich auf das Klopfen ein und schau, wie sich dein Körper anfühlt nach 20 Minuten. Du wirst überrascht sein.
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Fazit: Ängste loslassen in der Schwangerschaft ist möglich
Du musst deine Ängste in der Schwangerschaft nicht aushalten und du musst sie nicht wegatmen. Du darfst sie wirklich loslassen. EFT ist eine Methode, die deinem Körper und deinem Unterbewusstsein hilft, blockierte Gefühle zu lösen.
Die wichtigsten Punkte aus dieser Folge:
- Ängste in der Schwangerschaft sind normal, dein Gehirn liebt Bekanntes und alles ist neu
- Positives Denken alleine löst keine Ängste, die im Unterbewusstsein sitzen
- EFT verbindet Klopfen auf Akupunkturpunkten mit dem Aussprechen der Gefühle
- Du musst nicht wissen, wovor du Angst hast, beim Klopfen darf sich Schicht für Schicht zeigen
- EFT ist alltagstauglich und du kannst es als Mama immer wieder nutzen
Du darfst dir Zeit lassen. Schon eine bewusst geklopfte Sorge ist ein riesiger Schritt. Und du wirst merken, je mehr du deinen Ängsten Raum gibst, desto kraftvoller gehst du in deine Geburt und in deine Mutterschaft.
FAQ zum Thema Ängste loslassen in der Schwangerschaft
Was bringt EFT-Klopfen in der Schwangerschaft konkret?
EFT hilft dir, blockierte Gefühle wie Angst, Sorge oder Überforderung aus deinem Körper zu lösen. Du klopfst dabei Akupunkturpunkte und sprichst aus, was gerade da ist. Dein Nervensystem kommt zur Ruhe, dein Baby bekommt weniger Stresshormone mit und du gehst entspannter in die Geburt.
Reicht eine EFT-Sitzung oder brauche ich mehrere?
Für eine ganz spezifische Angst reicht oft eine Sitzung. Bei flächendeckenden Ängsten oder mehreren Themen sind mehrere Sitzungen sinnvoller. Noch besser ist es, EFT in einem Kurs selbst zu lernen, damit du es immer wieder im Alltag anwenden kannst.
Was passiert, wenn ich beim Klopfen plötzlich starke Gefühle bekomme?
Die Technik trägt dich. Selbst wenn starke Emotionen hochkommen, sind sie durch das Klopfen viel besser auszuhalten als ohne. Wenn du das Gefühl hast, du brauchst Unterstützung, dann hol dir eine professionelle Begleitung statt es allein zu versuchen.
Was ist, wenn ich gar nicht weiß, wovor ich genau Angst habe?
Das ist sogar der Normalfall. EFT arbeitet wie das Schälen einer Zwiebel. Du beginnst mit der äußersten Schicht, mit dem schummrigen Gefühl, und Schritt für Schritt zeigen sich tiefere Ebenen. Du musst dein Unterbewusstsein nicht durchschauen, bevor du anfängst.
Manifestiere ich meine Angst, wenn ich sie ausspreche?
Nein, im Gegenteil. Was du benennen und anschauen kannst, verliert seine Macht. Manifestation passiert eher dort, wo eine starke unbewusste Angst dauerhaft im Hintergrund läuft. Wenn du sie sichtbar machst und löst, gibst du Raum für eine neue, sichere innere Haltung.



