Yoga in der Schwangerschaft: Warum es so viel mehr ist als Sport
Was du in diesem Artikel lernst
Yoga in der Schwangerschaft gilt als die optimale Sportart. Aber genau da liegt das Missverständnis. Wer Yoga nur als Fitness sieht, verpasst das Wertvollste daran. In dieser Podcastfolge spreche ich mit Yogalehrerin Sarah von Bauchgefühl Yoga darüber, was Yoga in der Schwangerschaft wirklich kann.
Du erfährst, warum Yoga viel mehr ist als ein paar Übungen, wie es deine Geburt vorbereitet, körperliche Beschwerden lindert und die Verbindung zu deinem Baby stärkt. Und warum eine App allein oft frustriert.
- Warum Yoga eine Lebenshaltung ist und nicht nur Sport
- Wie Yoga dein Körpergefühl und die Bindung zu deinem Baby stärkt
- Welche körperlichen Beschwerden Yoga lindern kann
- Warum ein roter Faden wichtiger ist als aneinandergereihte Übungen
- Wie Routinen dir in der Schwangerschaft Halt geben
Inhalt
Warum Yoga in der Schwangerschaft so wertvoll ist
Die körperlichen Vorteile von Yoga in der Schwangerschaft
Yoga ist mehr als Fitness
Als meine Gästin Sarah selbst schwanger war, bekam sie von ihrer Hebamme einen Zettel, auf dem stand, welche Sportarten in der Schwangerschaft erlaubt sind. Yoga galt dort als die optimale Sportart. Und genau da liegt für sie das Missverständnis.
Natürlich machen wir im Yoga Körperübungen, die Asanas. Das ist das, was die meisten kennen, gerade durch die schönen Fotos auf Social Media. Diese Übungen sind super, um die Geburt vorzubereiten und körperliche Beschwerden zu lindern oder ihnen vorzubeugen. Aber Yoga nur als Fitness zu nutzen, ist eigentlich ein Missbrauch von Yoga.
Denn beim Yoga geht es um viel mehr als die Übungen. Es geht um deine mentale Haltung. Dazu kommen Atemübungen, die viel mit deiner eigenen Energie zu tun haben. Und es geht vor allem um dein Inneres: wie du in deinem Kopf arbeitest, wie du meditierst, wie du inneren Frieden findest. Genau das wird oft außer Acht gelassen und in eine kleine Mini-Tiefenentspannung gestopft.
Warum Yoga in der Schwangerschaft so wertvoll ist
Für Sarah ist Yoga eine Lebenshaltung. Eine Art, wie du dein Leben lebst. Sie bringt es schön auf den Punkt: Wenn das Leben dir richtig in den Hintern tritt und du wirklich am Boden bist, machst du dann ein paar Sonnengrüße und es läuft wieder? Nein. So funktioniert es nicht. Aber wenn du den Yogaweg tiefer gehst, als nur an der Oberfläche zu bleiben, dann kann Yoga dich wirklich tragen.
Und gerade in der Schwangerschaft ist das so wertvoll. Du hast einen Menschen in deinem Bauch, du bist nicht mehr allein in deinem Körper. Über das Yoga kannst du schon ganz früh eine tiefe Verbindung zu deinem Baby aufbauen.
Das ist wie mit der mentalen Geburtsvorbereitung. Da geht es vielen Frauen um eine angstfreie, selbstbestimmte und möglichst schmerzarme Geburt. Aber kein Kurs der Welt kann eine schmerzfreie Geburt versprechen. Manchmal ist das ein schöner Nebeneffekt. Es geht vielmehr darum, die Persönlichkeit weiterzuentwickeln, einen neuen Umgang zu lernen und Techniken zu lernen, um sich selbst zu entspannen. Bei der mentalen Geburtsvorbereitung in der geistigen Welt, beim Yoga auf beiden Ebenen.

Die körperlichen Vorteile von Yoga in der Schwangerschaft
Der wichtigste Vorteil im Asana-Training ist für Sarah, dass du dein Körpergefühl verbesserst und deinen Körper kennenlernst. Und in der Schwangerschaft kommt die Besonderheit dazu, dass noch jemand mit in deinem Bauch wohnt. Wenn du deinen eigenen Körper kennenlernst, lernst du auch dein Baby besser kennen und kannst die Verbindung massiv stärken.
Dazu kommen die körperlichen Vorteile, die du auf keinen Fall verpassen solltest:
- Du bereitest deine Geburt vor. Fast jede Frau hat Verspannungen im Becken- und Hüftbereich. Mit Yoga kannst du diesen Bereich öffnen und vorbereiten, damit dein Baby gut durchkommen kann.
- Du linderst körperliche Beschwerden. Rückenschmerzen sind das Standardproblem in der Schwangerschaft. Mit Yoga weißt du, was du dagegen tun kannst.
- Für fast alle Schwangerschaftsbeschwerden gibt es etwas, ob Wasser in den Beinen oder Übelkeit.
Im Yoga sprechen wir außerdem von Energielenkung. Über das Atmen und die Atemübungen bringst du deine Lebensenergie dahin, wo sie hingehört: in deinen Körper und zu deinem Kind.
Warum eine App allein oft frustriert
Ich habe in meinem Leben schon oft mit Yoga angefangen und es immer wieder verworfen. Für mich war Yoga lange ein modernes Fitness-Ding. In der Schwangerschaft, die einem ja noch mal einen richtigen Motivationsschub gibt, habe ich es mit einer bekannten App versucht. Ich war total motiviert und habe sieben Tage durchgezogen. Dann war es wieder so: Diese Übung kann ich nicht, jene Übung kann ich nicht, das frustriert mich nur. Und ich dachte, dann brauche ich eben kein Yoga.
Sarah kennt diese App auch. Das Problem dabei: Da sind einfach Übungen aneinandergeklatscht, ohne einheitlichen Ablauf und ohne Erklärung. Und genau das ist wieder Fitness, nicht Yoga.
In einer richtigen Yogastunde gibt es einen roten Faden. Die Übungen sind aufeinander abgestimmt, damit du den höchsten Nutzen hast, ohne dich zu verletzen. Machst du zum Beispiel nur Rückbeugen, kann das deinem Rücken irgendwann zusetzen, weil er das über Jahrzehnte nicht gewohnt war. Er braucht eine Gegenbewegung. Wenn du von einer Yogalehrerin durchgeleitet wirst, holt sie das Beste für dich heraus und achtet darauf, dass du dich wohlfühlst.
Gerade für Kopfmenschen, die mit Hypnose und Meditation erst nicht viel anfangen können, hilft es, die Zusammenhänge zu verstehen. Wenn du weißt, wofür du eine Übung machst und jemand sie dir erklärt, ist das etwas ganz anderes.

Routinen geben dir Halt
Sarah hat einen kleinen Einstiegskurs gestaltet, gerade für Frauen, die noch nicht wissen, ob Yoga in der Schwangerschaft etwas für sie ist. Kurze Videos mit kurzen Einheiten, die du gut in deinen Tag bekommst. Mit viel Erklärung, Atemübungen, fertigen Yogasequenzen und einer schönen Meditation, mit der du dich mit deinem Baby verbinden kannst. Als Bonus gibt es eine Morgenroutine, weil genau das sie in der Schwangerschaft gerettet hat: morgens aufstehen und direkt 10 bis 20 Minuten Yoga machen.
Und Routinen sind so wertvoll. In einer Fortbildung zum Erziehen ohne Schimpfen hieß es: Bringt eure Familien zu Routinen, denn Routinen sind so gut für das Gehirn. Das gilt auch in der Schwangerschaft, sowohl für deine Meditation und mentale Vorbereitung als auch für Körperübungen.
Übrigens: Auch wenn du nicht mehr schwanger bist, kannst du so einen Kurs nutzen. Dein Baby bleibt ein Teil von dir, auch wenn es nicht mehr in deinem Bauch wohnt. Du kannst dich also trotzdem mit ihm verbinden.
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Fazit: Yoga in der Schwangerschaft ist Verbindung
Yoga in der Schwangerschaft ist viel mehr als Fitness. Die Körperübungen sind ein wichtiger Teil, aber das Wertvollste liegt tiefer: in deinem Körpergefühl, in der Verbindung zu deinem Baby und in deiner mentalen Haltung.
Die wichtigsten Punkte:
- Yoga ist eine Lebenshaltung, nicht nur eine Sportart
- Es stärkt dein Körpergefühl und die Bindung zu deinem Baby
- Es bereitet deine Geburt vor und lindert Beschwerden wie Rückenschmerzen
- Ein roter Faden und Erklärungen sind wichtiger als einzelne Übungen aus einer App
- Routinen geben deinem Gehirn Halt, gerade in der Schwangerschaft
Wenn du dir wünschst, dich in deiner Schwangerschaft wieder mehr zu spüren und eine schöne Geburtserfahrung vorzubereiten, ist Yoga ein wunderbarer Weg. Ob über den Körper oder über den Geist, du darfst selbst entscheiden, wie tief du gehen möchtest.
FAQ: Yoga in der Schwangerschaft
Ist Yoga in der Schwangerschaft wirklich nur Sport?
Nein. Yoga ist eine Lebenshaltung. Die Körperübungen sind ein Teil davon und bereiten deine Geburt vor, aber Yoga geht viel tiefer. Es geht um deine mentale Haltung, deine Atmung und die Verbindung zu deinem Baby.
Welche Beschwerden kann Yoga in der Schwangerschaft lindern?
Vor allem Rückenschmerzen, das Standardproblem in der Schwangerschaft. Außerdem Verspannungen im Becken- und Hüftbereich, Wasser in den Beinen und sogar Übelkeit. Für fast jede Schwangerschaftsbeschwerde gibt es im Yoga etwas.
Reicht eine Yoga-App in der Schwangerschaft?
Oft frustriert eine App, weil dort Übungen ohne roten Faden und ohne Erklärung aneinandergereiht sind. In einer richtigen Yogastunde sind die Übungen aufeinander abgestimmt und du wirst durchgeleitet, damit du den höchsten Nutzen hast und dich nicht verletzt.
Ich bin nicht gelenkig. Kann ich trotzdem Yoga machen?
Ja. Es geht beim Yoga nicht um Gelenkigkeit oder darum, jede Übung zu können. Gerade ein Einstiegskurs mit kurzen Einheiten und viel Erklärung hilft dir, ohne Druck anzufangen und zu verstehen, wofür du etwas machst.
Kann ich Schwangerschaftsyoga auch machen, wenn ich nicht mehr schwanger bin?
Ja. Auch wenn dein Baby nicht mehr in deinem Bauch wohnt, bleibt es ein Teil von dir. Du kannst dich über die Übungen und Meditationen weiterhin mit deinem Baby verbinden und etwas für dich tun.



