Sind Geburten gefährlich: Die Geschichte hinter dem Mythos
Was du in diesem Artikel lernst
Du fragst dich, ob eine Hausgeburt zu riskant ist? Du hast in deinem Kopf das Bild von Geburten aus Filmen, Erzaehlungen, Werbung, und es fuehlt sich gefaehrlich an? Du willst verstehen, woher dieses Bild eigentlich kommt?
In diesem Artikel zeige ich dir, wie wir Frauen ueber Jahrtausende Goettinnen waren und Geburten ein Fest des Lebens, wie die Erbsuende, die Hexenverbrennung und der Ether das veraendert haben und wie du heute zurueck ins Vertrauen findest. Geburten sind nicht gefaehrlich. Bestimmte Umstaende sind es.
- Wie Frauen frueher als Goettinnen verehrt wurden, weil sie Leben schenken
- Was die Erbsuende mit der heutigen Geburtsangst zu tun hat
- Warum die Verbrennung von Hebammen Geburten gefaehrlicher gemacht hat
- Wie Ether Betaeubung den Glauben an gefaehrliche Geburten zementiert hat
- Wie du mit den vier Selbst zu deiner Traumgeburt kommst
Inhalt
Frueher: Frauen als Goettinnen, Geburt als Fest
Die Erbsuende und das Verbot der Hebammen
Ether, Saugglocke und die Industrialisierung der Geburt
Was die Stadt Land Unterschiede uns lehren
Frueher: Frauen als Goettinnen, Geburt als Fest
Vergiss kurz alles, was du ueber Geburten gesehen und gehoert hast. Reise in eine Zeit, die deutlich laenger zurueckliegt. Da wurden die Frauen vergoettert. Es war noch nicht ganz klar, wie das ueberhaupt passiert, dass ein Kind im Bauch entsteht. Das war ein Wunder.
Man findet alte Statuen von Goettinnen, und die sehen schwangeren Frauen aehnlich. Frauen wurden verehrt, weil sie das Wunder des Lebens in sich tragen. Eine Geburt war kein medizinisches Ereignis. Es war ein Fest. Der allererste Geburtstag deines Kindes. Es wurde getanzt, gefeiert, gesungen.
Wenn du diesen Podcast schon ein bisschen kennst, weisst du, wie wichtig Hormone unter der Geburt sind. Sie loesen die Geburt aus, sie bringen sie voran, sie machen sie schmerzarm. Und unsere Hormone haengen von unseren Gefuehlen ab. Wenn da Freude ist, Liebe, Vertrautheit, dann fliesst Oxytocin. Wenn da Angst und Stress ist, dann fliesst Cortisol und die Geburt stockt.
Die Erbsuende und das Verbot der Hebammen
Irgendwann wurde die Frau abgewertet. Mit der Abwertung der Frau wurde sogar die Geburtshilfe verboten. Hebammen wurden als Hexen verbrannt. Es gab weniger Unterstuetzung fuer schwangere Frauen.
Mit der Kirche kam der Gedanke: Eine schwangere Frau hat gesuendigt. Aus Goettinnen wurden Suenderinnen. Die Frauen hatten Angst, ausgeschlossen zu werden, haben sich geschaemt, dass sie schwanger sind, haben sich versteckt, haben ihre Kinder heimlich zur Welt gebracht. Und das oft ohne jede Unterstuetzung.
Wir sind keine Wale, die einfach allein wegschwimmen koennen. Wir Menschen brauchen Unterstuetzung. Frauen, die selber geboren haben, die diese Urkraft kennen, die wissen, wie man eine Gebaerende haelt. Mit dem Verbot der Geburtshilfe waren die Frauen allein gelassen. Und sie hatten Angst. Angst stoppt Geburten. Damals wurden Geburten gefaehrlicher, nicht weil unser Koerper schlechter wurde, sondern weil die Bedingungen schlechter wurden.

Ether, Saugglocke und die Industrialisierung der Geburt
Als die Geburtshilfe wieder erlaubt war, war das Bild von Geburt schon negativ gepraegt. Schmerzhaft, riskant, etwas vor dem man Angst hat. Die Mediziner wollten helfen und gaben den Frauen Ether zur Betaeubung.
Das war eigentlich gut gemeint. Aber Ether sorgte dafuer, dass die Frauen so weg waren, dass sie die Muskelaktivitaeten nicht mehr ausfuehren konnten. Die Geburten stoppten. Babys steckten fest und mussten herausgezogen werden. Saugglocke, Druck auf den Bauch, Komplikationen. Genau die Bilder, die heute noch in unseren Koepfen sind.
Hinzu kamen mangelnde Hygiene und die Abwertung des Hebammenwissens. Aerzte gingen vom Sezieren direkt zur Geburt, ohne Haende zu waschen. Frauen starben am Kindbettfieber. Nicht weil Geburt gefaehrlich ist, sondern weil die Umstaende es waren. Aber im kollektiven Gedaechtnis blieb haengen: Geburt ist gefaehrlich, man braucht das Krankenhaus, man braucht den Arzt.
Was die Stadt Land Unterschiede uns lehren
Es gab eine spannende Beobachtung. Krankenhaeuser standen damals nur in grossen Staedten. Und genau dort blieben Geburten gefaehrlich, weil eingegriffen wurde. Auf dem Land wurden Geburten mit der Zeit wieder sicherer. Warum? Weil nicht eingegriffen wurde, weil die Frauen mehr Ruhe hatten, weil das Hebammenwissen wirkte.
Genau dieses Prinzip gilt heute noch. Wenn unter der Geburt eingegriffen wird, weil Aerzte aus Sicherheitsdenken Notfaelle sehen wollen, dann entsteht oft erst die Komplikation, die man verhindern wollte. Wehentropf, Wehengel, Saugglocke, Notkaiserschnitt. Eine Interventionskaskade, die haeufig vermeidbar gewesen waere.
Ich verpoene die Schulmedizin nicht. Ich habe selber eine chronische Erkrankung, ich nehme dauerhaft Medikamente, ich bin dankbar fuer Notfallmedizin. Ich kritisiere nur, dass aus Dingen, die keine Notfaelle sind, Notfaelle gemacht werden. Wenn dein Koerper und dein Baby Zeit haben duerfen, schaffen sie es haeufig allein.

Die vier Selbst und deine Traumgeburt
Australische Wissenschaftler haben in der Schmerzforschung herausgefunden: Allein das Bewusstsein, dass man etwas tun kann, also Selbstwirksamkeit, kann den Schmerz auf null reduzieren. Das erklaert, warum manche Frauen von einer schmerzarmen Geburt sprechen.
Statt zu denken, was alles passieren kann, dreh die Frage um: Warum sollten mein Koerper, mein Baby und ich das nicht hinbekommen? Mein Koerper hat aus zwei Zellen einen ganzen Menschen geschaffen. Warum sollte er eine Geburt nicht hinkriegen?
Die vier Selbst, die dich zu deiner Traumgeburt fuehren:
- Selbstbewusstsein: Dir bewusst sein, was dein Koerper kann und was eine Geburt wirklich ist.
- Selbstvertrauen: Vertrauen in deinen Koerper, dein Baby und den Prozess.
- Selbstbestimmung: Du entscheidest, was unter der Geburt passiert. Nicht der Arzt, nicht die Hebamme.
- Selbstwirksamkeit: Du weisst, dass du selbst etwas tun kannst. Du bist nicht ausgeliefert.
Mit diesen vier Selbst kommst du in eine ganz andere Geburt. Nicht weil sie gar nicht weh tut, sondern weil du innerlich anders dabei bist.

Du weißt nicht, wie du mit Wehen umgehen sollst und Schmerzen aushaltbar machen kannst?
Hol dir mein Video für 0 € und bring mehr Sicherheit in deine Geburt.
Fazit: Geburten sind nicht gefaehrlich, Umstaende sind es
Wir tragen ein altes Bild von Geburt in uns. Es kommt nicht aus dem Nichts. Es ist Jahrhunderte alt und hat seine Wurzeln in der Erbsuende, im Verbot der Hebammen, im Ether und in der Industrialisierung der Geburt. Aber es ist nicht die Wahrheit ueber den weiblichen Koerper.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Frauen wurden ueber Jahrtausende als Goettinnen geehrt fuer das Wunder des Gebaerens
- Erbsuende und Hexenverbrennung haben das Bild gekippt
- Ether und fehlende Hygiene haben Geburten gefaehrlicher gemacht, nicht der Koerper
- Auf dem Land waren Geburten ruhiger, weil weniger eingegriffen wurde
- Mit Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit kommst du zu deiner Traumgeburt
Vertrau dir, verbinde dich mit deinem Baby und geh voller innerer Sicherheit in deine Geburt. Dein Koerper ist dafuer gemacht. Die Geschichte hat dir ein Bild geschenkt, das nicht stimmt. Du darfst es loslassen.
FAQ zur Frage sind Geburten gefährlich
Stimmt es, dass frueher viele Frauen bei der Geburt gestorben sind?
Ja, aber nicht, weil Geburt grundsaetzlich gefaehrlich ist. Sondern weil die Umstaende es waren: fehlende Hygiene, Ether Betaeubung, Verbot der Hebammenhilfe, Angst, mangelnde Unterstuetzung. Wenn unser Koerper grundsaetzlich nicht gebaeren koennte, waeren wir nicht so viele Menschen geworden.
Ist eine Hausgeburt sicher?
Bei einer ungestoerten, von einer erfahrenen Hebamme begleiteten Hausgeburt ohne Risikofaktoren zeigen Studien aehnliche Sicherheit wie bei Klinikgeburten. Wichtig ist die individuelle Einschaetzung deiner Hebamme und dein eigenes Gefuehl. Bei Risikoschwangerschaften ist die Klinik die richtige Wahl.
Wie verandere ich mein altes Geburtsbild im Kopf?
Hoer dir positive Geburtsberichte an, lies Buecher von Hebammen und Geburtsexpertinnen, beschaeftige dich mit Hypno Birthing oder mentaler Geburtsvorbereitung. Arbeite mit Affirmationen und Meditation. Verbringe weniger Zeit mit dramatischen Geburtsdarstellungen in Filmen.
Was sind die vier Selbst genau?
Selbstbewusstsein: Bewusstsein fuer deinen Koerper und die Geburt. Selbstvertrauen: Vertrauen in deinen Koerper und das Baby. Selbstbestimmung: Du entscheidest. Selbstwirksamkeit: Du weisst, dass du etwas tun kannst. Zusammen sind sie der Kern einer empowerten Geburt.
Bedeutet schmerzarm dass es gar nicht weh tut?
Nein. Auch bei einer gut vorbereiteten Geburt wird etwas zu spueren sein. Aber wenn du positiv gestimmt bist, weisst, dass du etwas tun kannst, und realistisch in die Geburt gehst, ist das Empfinden ein ganz anderes. Manche Frauen erleben es als kraftvoll statt schmerzhaft.


