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Geburtsbericht von Lara: Meine mega entspannte Geburt

Was du in diesem Geburtsbericht liest

Lara ist 34, Mama von drei Söhnen und hat drei komplett unterschiedliche Geburten erlebt. Erster Sohn: Kaiserschnitt. Zweiter Sohn: natürliche Geburt mit Saugglocke, neun Stunden auf dem Rücken, PDA. Dritter Sohn: eine Geburt, die ihr Mann später als „den schönsten Start, den wir ihm hätten schenken können“ beschrieb.

In diesem Bericht erzählt Lara, wie sie sich diesmal vorbereitet hat, was sich verändert hat und warum mentale Geburtsvorbereitung für sie der Unterschied zwischen Überleben und Erleben war.

  • Wie sie nach Kaiserschnitt und schwerer zweiter Geburt diesmal vorgegangen ist
  • Was im Krankenhaus passiert ist, das alles verändert hat
  • Wie sich die Pressphase anfühlte, als sie spürte „jetzt ist er bereit“
  • Warum sie ihren Mann von Anfang an mit ins Boot geholt hat
  • Wie ihr Baby seitdem schläft und sich verhält

Inhalt

Wer ist Lara und wie kam sie zur mentalen Vorbereitung

Wie die Geburt zu Hause losging

Im Krankenhaus: Raum, Ruhe und die Badewanne

Die Pressphase: „Jetzt ist er bereit“

Was die entspannte Geburt für das Baby bedeutet

Natürliche Geburt nach Kaiserschnitt: Was Lara dazu sagt

Fazit

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Laras mega entspannte Geburt

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Wer ist Lara und wie kam sie zur mentalen Vorbereitung

Lara ist 34, selbstständig, kam ursprünglich aus der körperbetonten Fitness-Ecke. Über die Jahre hat sich ihr Fokus verschoben, vom Körper auf den Kopf. Mindset, intuitive Ernährung, Yoga, Meditation. Bei ihrer zweiten Geburt dachte sie: ich bin körperlich fit, ich schaffe das schon. Die Hebamme wird mir sagen, was zu tun ist.

Hat sie nicht. Lara lag neun Stunden auf dem Rücken, bekam eine PDA, am Ende kam ihr Sohn mit Saugglocke und Dammschnitt. Sie hat es überstanden, aber es war keine Erfahrung, die sie noch einmal so machen wollte.

In ihrer dritten Schwangerschaft hat sie deshalb umgedacht. Sie hat mentale Geburtsvorbereitung gemacht, Atemtechniken geübt, sich mit ihrem Baby verbunden. Und sie hat ihren Mann von Anfang an mit ins Boot geholt: „Wenn du merkst, dass ich nicht vernünftig atme, wenn meine Hände sich verkrampfen, sag mir Bescheid.“ Genau das hat er später getan und sie hat jedes Mal innerhalb von Sekunden wieder zu sich gefunden.

Wie die Geburt zu Hause losging

Es war zwei Wochen vor dem errechneten Termin. Lara hat morgens mit der Familie eine Fahrradtour gemacht, mittags ein Schläfchen mit dem mittleren Sohn. Gegen 17:30 Uhr hat es angefangen zu ziehen. Sie wusste sofort: das ist es.

Statt panisch zu werden, ist sie ruhig geblieben. Hat noch mal in die Kliniktasche geguckt. Ihr Mann ist sogar noch zum Training und einkaufen gefahren. Sie hat zu Hause entspannt auf dem Ball gesessen, sich bewegt, war komplett bei sich. „Mir war wichtig, dass ich entspannt bin und solange wie möglich zu Hause.“

Um 22 Uhr sagte sie zu ihrem Mann: „Jetzt müssten wir los.“ Die Wehen kamen alle vier Minuten, aber gut auszuhalten. Auf der Fahrt zur Klinik hat sie die Sitzheizung aufgedreht, es war dunkel, ruhig. Vor dem Krankenhaus haben sie sogar noch eine Runde gedreht, weil das so angenehm war. Erst um Viertel vor elf sind sie wirklich rein.

Im Krankenhaus: Raum, Ruhe und die Badewanne

Lara hatte Glück. Es war nichts los im Kreissaal, sie hatte die Hebamme für sich. Eine Hebamme, die ihr Raum gelassen hat. Nur untersucht, was nötig war. Kein Zugang gelegt, weil Lara das vorher klar für sich entschieden hatte, ohne es überhaupt ansprechen zu müssen.

Bei der Ankunft waren es 3 cm Muttermund. Sie sind erst noch einmal durchs Krankenhaus zur Anmeldung gegangen. Um Mitternacht hat Lara gemerkt, dass die Wehen deutlich kräftiger werden. „Ab dem Moment habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, wirklich locker zu lassen, den ganzen Körper zu entspannen, auch die Hände.“

Die Hebamme bot ihr die Badewanne an, eigentlich gar nicht eingeplant. Lara probierte es: warmer Tee am Rand, abgedunkelter Raum, Meditationsmusik, ihr Mann hat ihr Luft gefächert. „Ich habe mich nicht bedrängt gefühlt, der Raum war gemütlich. Ich konnte in mich gehen.“ Im warmen Wasser konnte sie ihr Becken bewegen, sich abheben. „Das war so entspannt.“

Warme Badewanne im sanften Licht, Sinnbild für die entspannte Wassergeburt

Die Pressphase: „Jetzt ist er bereit“

Zwischen 1 und 2 Uhr hat die Hebamme nochmal nachgeschaut: 8 cm. Lara hat kein Zeitgefühl mehr gehabt, weil sie so tief in sich war. „Wenn du möchtest, kannst du mitarbeiten, wenn du das Gefühl hast, du kannst mitschieben“, sagte die Hebamme.

Was dann passierte, ist der Satz, der mir in dem ganzen Gespräch am tiefsten geblieben ist. Lara hat gesagt: „Ich habe mitgeholfen, wenn ich gemerkt habe, jetzt ist er bereit.“ Sie hat ihr Baby gespürt. Sie hat gewartet, bis es Zeit war. Sie hat innerlich Bilder gehabt, wie sie ihm hilft, wie sie ihn mit rausschiebt.

„Es war kein Schmerz, es war einfach so dieses überwältigende, dieses Rauslassen. Ich war so in mir und ich habe wirklich gemerkt, wie ich ihn Stück für Stück rausgeschoben habe. Während der Wehenpausen habe ich immer gesagt: das ist so verrückt, das ist so verrückt.“ Wenige Presswehen später war ihr Sohn da. Komplett ohne Schmerzmittel. Keine einzige Geburtsverletzung. Sie durfte ihn in der Wanne in Empfang nehmen, die Nabelschnur in Ruhe auspulsieren lassen.

Was die entspannte Geburt für das Baby bedeutet

Ihr Sohn ist zum Zeitpunkt des Gesprächs fast vier Monate alt. Lara hat den direkten Vergleich zu ihren anderen Söhnen. „Natürlich weinen Babys, aber nur wenn er ein Bedürfnis hat. Sobald ich es gestillt habe, ist er wieder zufrieden.“

Ihr mittlerer Sohn, geboren mit Saugglocke und Dammschnitt, ist heute drei und hat immer noch Nachtschreck, schlägt im Schlaf um sich. „Man merkt, er hat dieses Trauma in sich drin.“

Das ist keine Schuldzuweisung. Lara wusste es beim zweiten Kind nicht besser. Aber es zeigt, wie viel eine entspannte Geburt für das ganze weitere Leben des Kindes bedeutet. Stresshormone unter der Geburt prägen das Nervensystem. Endorphine genauso. Das ist Biologie, nicht Esoterik.

Schwangere Frau ruhig auf dem Pezziball, Symbol für mentale Vorbereitung in der Schwangerschaft

Natürliche Geburt nach Kaiserschnitt: Was Lara dazu sagt

Viele Frauen mit Kaiserschnitt-Erfahrung fragen sich, ob eine natürliche Geburt überhaupt möglich ist. Lara ist der lebende Beweis: zweimal ja. Zwischen Kaiserschnitt und erster natürlicher Geburt lagen bei ihr zehn Jahre. Der Arzt im Krankenhaus sagte ihr beim Vorgespräch: das Risiko liege bei ungefähr 0,2 Prozent, also praktisch null.

Trotzdem hat ihre Frauenärztin sie bei beiden weiteren Schwangerschaften zum Kaiserschnitt gedrängt. „Bei dir ist ja schon so viel kaputt.“ Lara ist standhaft geblieben: „Wenn es bei mir normal geht, dann kommt er auch normal.“

Wenn du eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt hast, der dir solche Sätze sagt, hör nicht auf zu hinterfragen. Hol dir eine Zweitmeinung. Sprich mit der Klinik, in der du gebären willst. Du darfst für dich entscheiden, nicht für ihre Sorgenfantasie.

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Fazit: Eine entspannte Geburt ist möglich

Laras Bericht ist kein Wunder. Er ist das Ergebnis von guter Vorbereitung, einer klaren Haltung und einem Partner, der wusste, was zu tun ist. Auch nach einem Kaiserschnitt. Auch nach einer schweren zweiten Geburt. Auch wenn die eigene Ärztin dir das Gegenteil sagt.

Die wichtigsten Punkte aus Laras Geburt:

  • So lange wie möglich zu Hause bleiben, wenn du dich dort sicherer fühlst
  • Im Vorfeld festlegen, was du willst und was nicht (kein Zugang, kein Tasten, Nabelschnur auspulsieren)
  • Atmen, locker lassen, vor allem die Hände
  • Auf das Baby hören und spüren, wann es bereit ist mitzuschieben
  • Den Partner aktiv mit ins Boot holen und Klartext sprechen, was du brauchst
  • Eine Hebamme oder Klinik wählen, die dir Raum lässt

Lara sagt zum Schluss: „Diese Geburt werde ich wunderschön in Erinnerung behalten, definitiv.“ Genau das wünsche ich auch dir.

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