Mami Empowerment

Ganzheitlich. Gesund. Geborgen.

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Geburtsort wählen: Krankenhaus, Geburtshaus oder Hausgeburt , was passt zu dir?

Was du in diesem Artikel lernst

Wo ist die sicherste Geburt? Wo erlebe ich die schönste? Das sind die Fragen, die fast jede Schwangere irgendwann beschäftigen. Und es gibt eine Antwort, die viele überrascht: Es ist nicht der Ort, der eine Geburt sicher und schön macht. Es bist du.

In dieser Folge teile ich, wie ich selbst über Google auf das Geburtshaus gestoßen bin, was meine Hebamme mir damals über die Sicherheit von Hausgeburten und Geburtshausgeburten erklärt hat und warum ich heute keiner Frau mehr einen bestimmten Geburtsort empfehlen würde. Du erfährst, welche Vorteile jeder Ort hat, warum eine Alleingeburt keine gute Idee ist und wie du deinen inneren Geburtskraftort erschaffst, den du an jedem Ort dabei hast.

  • Warum die Klinik nicht automatisch der sicherste Geburtsort ist
  • Was eine Beleghebamme ist und welche Vorteile sie hat
  • Wie ich mich für das Geburtshaus entschieden habe
  • Warum eine Alleingeburt nicht zu empfehlen ist
  • Wie dein innerer Kraftort an jedem Geburtsort wirkt

Inhalt

Die Frage nach dem sichersten Geburtsort

Wie ich auf das Geburtshaus gekommen bin

Krankenhaus, Geburtshaus oder Hausgeburt: Was wirklich zählt

Warum eine Alleingeburt keine gute Idee ist

Vorteile von Hausgeburt und Geburtshaus

Dein innerer Geburtskraftort

Fazit

FAQ

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Krankenhaus, Geburtshaus oder Hausgeburt

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Die Frage nach dem sichersten Geburtsort

Sehr viele Schwangere beschäftigt diese eine Frage: Was ist besser, eine Geburt im Krankenhaus, im Geburtshaus oder zu Hause? Oder noch konkreter, wo ist die Geburt am sichersten? Weit verbreitet ist die Annahme, dass die Klinikgeburt automatisch die sicherste ist, weil dort Ärztinnen und Ärzte sind, die jederzeit eingreifen können. Viele können sich überhaupt nicht vorstellen, außerhalb eines Krankenhauses zu gebären.

Gleichzeitig gibt es eine ganz andere Bubble, in der die Klinik radikal abgelehnt wird. Da heißt es: zu viele Interventionen, zu wenig Ruhe, schneller Kaiserschnitt. Geh ins Geburtshaus, geh nach Hause, dort ist die Geburt natürlich.

Beide Lager haben einen Punkt. Und beide übersehen das Wichtigste. Es ist nicht der Geburtsort, der über die Qualität deiner Geburt entscheidet. Es ist deine innere Vorbereitung. Genau darum geht es in dieser Folge.

Wie ich auf das Geburtshaus gekommen bin

Bei meiner ersten Schwangerschaft habe ich einfach gegoogelt. Ich fühle mich in Krankenhäusern nicht wohl, also habe ich nach Kreissälen gesucht, die anders sind, schöner. So bin ich auf Geburtshäuser gestoßen. Eigentlich wusste ich von Geburtshäusern, als Lehrerin schaue ich mit meinen Viertklässlerinnen den Film „Willi wills wissen: Wo kommen die Babys her?“, da begleitet Willi eine schwangere Frau bei ihrer Hebamme im Geburtshaus. Aber mein Unterbewusstsein hatte beste Arbeit geleistet, als ich selbst schwanger war, hatte ich das komplett vergessen.

Ich komme aus der Nähe von Hannover, also war klar: Geburtshaus in Hannover. Beim Infoabend war ich sofort Feuer und Flamme. Ich finde es einfach schöner. Mir ist wichtig, mich auch vom Raum her wohlzufühlen. Als ich Freundinnen, Bekannten und meiner Mutter davon erzählt habe, waren viele abgeschreckt: Wie kann man denn sein Kind in einem Geburtshaus bekommen, das sei doch viel gefährlicher.

Auch heute bekomme ich diese Frage oft: Ist das denn sicher im Geburtshaus zu entbinden? Sind da auch Ärzte? Und genau hier setzt das Wichtigste an: Du brauchst zuerst die Information, dass eine Hausgeburt oder Geburtshausgeburt unter den richtigen Voraussetzungen mindestens genauso sicher ist wie eine Klinikgeburt. Erst dann kannst du wirklich frei entscheiden.

Drei Geburtsorte im Vergleich: Zuhause, Geburtshaus, Krankenhaus

Krankenhaus, Geburtshaus oder Hausgeburt: Was wirklich zählt

In meiner Branche, im Hypnobirthing und in der mentalen Geburtsvorbereitung, wird oft zur Hausgeburt oder zum Geburtshaus geraten. Die Argumente: intimere Atmosphäre, vertraute Hebamme, kein medizinischer Geruch, mehr Raum für den natürlichen Verlauf. Ich kenne das gut, weil ich früher selbst so dachte. Krankenhäuser komplett abgelehnt, weil eine Geburt etwas Intimes ist. Das beste Argument, das ich kennenlernen durfte: Würdest du gerne Sex in einem hell beleuchteten Raum vor vielen fremden Menschen haben? Wahrscheinlich nicht. Und eine Geburt ist hormonell sehr ähnlich.

Mit meiner heutigen Erfahrung würde ich keiner Frau mehr einen bestimmten Geburtsort empfehlen. Mein Rat ist immer: Hör auf dich. Hör auf deine Intuition. Wo fühlst du dich am wohlsten? Für eine Frau ist das die Hausgeburt, weil sie zu Hause am sichersten ist, die Hebamme schon kennt und die bekannte Atmosphäre braucht. Für eine andere Frau ist es genau das Krankenhaus, weil ihr die Vorstellung, dass im Notfall sofort medizinisch eingegriffen werden kann, Sicherheit gibt.

Du brauchst Sicherheit für deine Geburt. Sicherheit sorgt für Entspannung. Entspannung sorgt dafür, dass dein Körper geburtshilflich arbeiten kann. Wenn du also denkst, im Krankenhaus kommen immer die Interventionen und der schnelle Kaiserschnitt, dann kannst du dort nicht entspannen. Wenn du im Gegenteil Angst hast, dass etwas passiert und du nicht schnell genug medizinisch versorgt wirst, dann kannst du im Geburtshaus oder zu Hause nicht entspannen. Beides ist legitim. Beides darfst du dir anschauen, bevor du entscheidest.

Informiere dich konkret

Sieh dir die umliegenden Kliniken an. Frag, wie sie mit Gebärenden umgehen, welche Möglichkeiten es gibt, ob es Beleghebammen gibt. Schau dir das Geburtshaus an, falls es eines in deiner Nähe gibt. Recherchiere, ob es eine Hausgeburtshebamme in deiner Region gibt. Und dann entscheide dich für die Geburtssituation, die dir am meisten Sicherheit gibt. Nicht die, die in irgendeiner Bubble als die einzig richtige verkauft wird.

Warum eine Alleingeburt keine gute Idee ist

Eine Sache empfehle ich wirklich nicht: die Alleingeburt. Ich weiß, dass es in manchen Communitys propagiert wird, dass einige Frauen das schon erlebt haben. Aber gerade beim ersten Kind, aber auch sonst, ist das aus mehreren Gründen riskant.

Wir Menschen sind keine Blauwale, die alleine mit ihren Kindern durch die Gegend ziehen und alleine gebären. Geburt ist beim Homo Sapiens deutlich komplizierter als bei Tieren. Das liegt am aufrechten Gang: Unser Becken wurde schmaler, unser Kopf größer, weil sich der Neocortex entwickelt hat. Das hat dazu geführt, dass unsere Kinder unreif geboren werden müssen und die Geburt komplizierter ist als bei den meisten Tieren. Babys müssen sich unter der Geburt drehen, Hormone bewegen Beckenschaufeln auseinander, Schädelplatten bleiben beweglich. Es ist ein hochkomplexer Prozess.

Deshalb braucht es jemanden, der dabei ist und weiß, worauf zu achten ist. Eine Hebamme, eine Ärztin oder ein Arzt. Jemand, der unaufdringlich überwacht, aber frühzeitig erkennt, wenn etwas nicht im Flow ist. Du kannst auch mit einer Hebamme und im Krankenhaus eine total schöne, selbstbestimmte Geburt in Ruhe erleben. Eine Alleingeburt nimmt dir Sicherheit, die du in dem Moment brauchst, in dem alles passieren kann.

Symbolische Darstellung des inneren Kraftortes als Geburtsort der Geborgenheit

Vorteile von Hausgeburt und Geburtshaus

Damit du die Unterschiede besser einschätzen kannst, erkläre ich dir, was meine Hebamme mir damals zur Sicherheit erklärt hat. Hausgeburten und Geburtshausgeburten sind sehr sicher, wenn die Voraussetzungen stimmen, also keine Risikofaktoren da sind. Der einzige Unterschied zur Klinik: Es gibt vor Ort keine medizinischen Gerätschaften, und wenn etwas Größeres passiert, muss verlegt werden.

Was dafür spricht, ist die Betreuung. Bei einer Hausgeburt und im Geburtshaus hast du eine Eins-zu-Eins-Betreuung, am Ende sogar zwei Hebammen nur für dich. Im Krankenhaus weißt du nicht, was dich erwartet. Es kann sein, dass eine Hebamme drei oder vier Geburten gleichzeitig betreut. Außer du hast eine Beleghebamme.

Was ist eine Beleghebamme?

Beleghebammen sind selbstständige Hebammen, die Verträge mit einem Krankenhaus haben. Wenn du dich bei einer Beleghebamme meldest, sagt sie dir, zu welcher Klinik sie gehört. Dann ist sie deine Hebamme für die Geburt. Ihr trefft euch im Krankenhaus, manchmal kommt sie auch vorher zu dir nach Hause, und du gebärst in der Klinik mit deiner eigenen Hebamme, die nur für dich da ist. Das ist eine sehr schöne Option, wenn dir die medizinische Sicherheit der Klinik wichtig ist und du gleichzeitig die intensive Eins-zu-Eins-Betreuung möchtest.

CTG im Vergleich

Im Geburtshaus oder zu Hause brauchst du in der Regel kein Dauer-CTG, weil die Hebamme ja nur für dich da ist und die Herztöne deines Babys regelmäßig manuell kontrollieren kann. Im Krankenhaus wird häufig ein Dauer-CTG eingesetzt, weil eine Hebamme nicht permanent bei dir sein kann. Es geht weniger um die Wehentätigkeit als um die Herztöne, um zu sehen, wie dein Baby mit dem Geburtsstress umgeht.

Ruhe und Tempo

Im Geburtshaus und bei Hausgeburten herrscht oft mehr Ruhe. Der Klinikalltag steckt nicht im Hintergrund, es gibt keine geregelten Abläufe oder den Druck, dass Kreissäle leer werden müssen. Geburten werden seltener vorangetrieben. Das heißt nicht, dass das im Krankenhaus nie geht. Wenn du gut informiert bist, weißt, was du willst, und dein Partner oder eine Doula für dich spricht, kannst du auch im Krankenhaus eine sehr ruhige Geburt haben.

Wenn verlegt werden muss

Die meisten Verlegungen aus dem Geburtshaus oder von zu Hause laufen entspannt ab. Es ist meistens kein Notfall mit Blaulicht, sondern ein frühzeitiges Erkennen, dass die Geburt vielleicht doch in der Klinik weitergehen sollte. Dann wird in Ruhe verlegt. Das ist ein wichtiger Punkt, denn diese Bilder von dramatischen Krankenwagen-Fahrten kommen aus Filmen, nicht aus dem echten Geburtsalltag.

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Dein innerer Geburtskraftort

Das Allerwichtigste habe ich mir für den Schluss aufgehoben: Es ist im Endeffekt egal, wo du dein Kind zur Welt bringst. Das Allerwichtigste bist du. Genauer: dein innerer Geburtskraftort.

In meinem Kurs lernst du eine Hypnosetechnik, bei der du dir mit meiner Stimme einen inneren Kraftort vorstellst. Diesen Ort hast du immer dabei. Wenn du weißt, was zu tun ist, wenn du dich in dir selbst an deinen inneren Kraftort zurückziehen kannst, dann ist es total egal, was im Außen passiert. Du kannst zu Hause sein, im Geburtshaus oder im Krankenhaus, du nimmst diesen Ort überall mit hin.

Das Außen darf natürlich auch schön sein. Achte auf Gerüche, Licht, Temperatur, was du anziehst. Was dich tröstet. Aber wenn du im Außen die perfekte Atmosphäre hast und innerlich nicht vorbereitet bist, hilft dir das wenig. Wenn du innerlich vorbereitet bist und im Außen läuft etwas anders, hast du trotzdem deinen Kraftort.

Ein kleiner Impuls

Eine Freundin von mir malt sehr gern und hat ihren Kraftort für die Geburt wirklich aufgemalt. Mit allen Details, die ihr helfen, sich unter der Geburt wohlzufühlen. Probier es aus. Egal ob du gern malst oder nicht. Frag dich: Wie sieht mein perfekter innerer Geburtsort aus? Welche Farben, welche Stimmungen, was steht da, wer ist da? Schreib es auf, mal es auf, erschaff ihn dir bewusst. So wird er konkret und du kannst ihn unter der Geburt abrufen.

Fazit: Geburtsort wählen heißt, auf dich zu hören

Geburtsort wählen ist keine medizinische Frage, sondern eine Frage der inneren Sicherheit. Krankenhaus, Geburtshaus oder Hausgeburt: All das sind sichere Optionen, wenn die medizinischen Voraussetzungen stimmen. Was den Unterschied macht, ist deine Vorbereitung im Inneren und die Klarheit, dass du am richtigen Ort bist.

Das Wichtigste aus dieser Folge:

  • Es gibt nicht den einen sichersten Geburtsort. Sicherheit hängt von vielen Faktoren ab, nicht nur vom Standort
  • Hör auf deine Intuition. Wo fühlst du dich wohl, wo kannst du dich entspannen?
  • Eine Alleingeburt empfehle ich nicht. Hol dir Hebamme oder ärztliche Begleitung dazu
  • Im Geburtshaus und zu Hause hast du Eins-zu-Eins-Betreuung. Im Krankenhaus geht das mit einer Beleghebamme
  • Dein innerer Kraftort ist überall dabei. Er ist der einzige Geburtsort, den du wirklich kontrollierst

Du darfst dich frei entscheiden. Du darfst dich gut informieren und auf dein Bauchgefühl hören. Wo auch immer du dein Baby zur Welt bringst, du darfst es als wunderschöne Geburt erleben, wenn du innerlich vorbereitet bist.

FAQ zu Geburtsort wählen

Was ist der sicherste Geburtsort?

Das gibt es so pauschal nicht. Krankenhaus, Geburtshaus und Hausgeburt sind alle sichere Optionen, wenn die medizinischen Voraussetzungen stimmen. Studien zeigen, dass Hausgeburten und Geburtshausgeburten bei Frauen ohne Risikofaktoren genauso sicher sind wie Klinikgeburten. Die Sicherheit hängt mehr von der Eins-zu-Eins-Betreuung, dem frühzeitigen Erkennen von Komplikationen und deiner inneren Verfassung ab als vom Standort.

Was ist eine Beleghebamme und wo finde ich eine?

Eine Beleghebamme ist eine selbstständige Hebamme mit Vertrag bei einer Klinik. Du gebärst im Krankenhaus, aber mit deiner eigenen Hebamme, die nur für dich da ist. Du findest Beleghebammen über Hebammenverbände, Empfehlungen oder direkt bei den Kliniken in deiner Region. Wichtig: Beleghebammen sind oft schnell ausgebucht, kümmere dich früh in der Schwangerschaft darum.

Kann ich aus dem Geburtshaus verlegt werden, wenn etwas passiert?

Ja, das ist Teil des Sicherheitskonzepts. Die meisten Verlegungen passieren entspannt, weil die Hebamme frühzeitig erkennt, dass die Geburt besser in der Klinik weitergeht. Es ist selten ein dramatischer Notfall. Vor der Geburt klärt die Hebamme mit dir die nächstgelegene Klinik und den Ablauf einer eventuellen Verlegung.

Warum empfiehlst du keine Alleingeburt?

Die Geburt beim Menschen ist komplizierter als bei den meisten Tieren. Babys müssen sich drehen, Hormone steuern viele Prozesse gleichzeitig, manchmal braucht es Unterstützung. Eine Hebamme, eine Ärztin oder ein Arzt erkennt frühzeitig, wenn etwas nicht im Flow ist, und kann handeln. Ohne diese Begleitung trägst du ein unnötiges Risiko, auch wenn du ein gutes Körpergefühl hast.

Wie erschaffe ich mir einen inneren Geburtskraftort?

Stell dir einen Ort vor, an dem du dich vollkommen sicher und geborgen fühlst. Es kann ein bekannter Ort in der Natur sein, ein Raum aus deiner Kindheit oder ein Fantasieort. Sieh ihn mit allen Sinnen: Farben, Geräusche, Gerüche, Temperatur. Übe das täglich in einer kurzen Meditation. Mit der Zeit kannst du diesen Ort schnell abrufen und in jeder Situation der Geburt dort sein.

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