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Selbstwert als Mama: Warum dein Wert nicht von Kommentaren abhaengt

Was du in diesem Artikel lernst

Ein Kommentar im Internet ueber meine Augen hat mich kuerzlich tief getroffen. Ich gebe es offen zu. Ich habe lange ueberlegt, ob ich weiter so auftrete wie bisher. Und ich habe entschieden: Ja. Denn ich bin ich, und ich bin gut so wie ich bin. Aber der Weg dahin war nicht einfach.

In diesem Artikel teile ich, wie ich mit Mombashing umgehe, woher mein eigenes Selbstwert-Thema kommt und was wir als Muetter konkret tun koennen, damit unsere Kinder gestaerkt ins Leben gehen, weil wir ihnen vorleben, wie man sich selbst respektiert.

  • Warum Mombashing kein Urteil ueber dich ist, sondern ein Spiegel der anderen
  • Wie eigene Wunden aus der Kindheit unseren Selbstwert formen
  • Was Bindungsabbruch in jungen Jahren auch heute noch mit dir macht
  • Warum schlechte Tage und Ausrutscher uns nicht zu schlechten Muettern machen
  • Wie du deinen Kindern Selbstwert vorlebst, ohne perfekt zu sein

Inhalt

Mein Restaurant, meine Regeln: Warum ich nicht mehr alles erklaere

Woher der Selbstwert kommt und woher die Wunde

Wenn du als Mutter mal ausrastest: Was wirklich hilft

Was Kinder fuer ihren Selbstwert wirklich brauchen

Vorbild sein, nicht perfekt

Fazit

FAQ

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Selbstwert, Kinder, Mombashing

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Mein Restaurant, meine Regeln: Warum ich nicht mehr alles erklaere

Eine Kollegin hat mir mal einen Satz mitgegeben, den ich nie vergessen habe: „Dein Account, dein Podcast, das hier ist dein Restaurant. In deinem Restaurant gelten deine Regeln. Wenn jemandem nicht passt was hier serviert wird, dann muss er nicht reinkommen.“

Lange habe ich versucht, alles zu erklaeren, alles weichzuspuelen, niemanden zu triggern. Das geht nicht. Das geht nicht, weil ich Kindern eine Stimme geben moechte. Und Kinder haben in unserer Gesellschaft so wenige Menschen, die fuer sie sprechen. Wenn ich diesen Auftrag ernst nehme, ecke ich an. Anders geht es nicht.

Mombashing ist trotzdem nicht das, was ich mache. Ich verurteile keine Mutter. Ich teile fundiertes Wissen und meine Meinung. Was du daraus machst, ist deine Entscheidung. Und wenn dir nicht gefaellt was ich teile, dann bin ich nicht das richtige Restaurant fuer dich. Das ist ganz okay.

Woher der Selbstwert kommt und woher die Wunde

Wir kommen alle mit einem intakten Selbstwert auf die Welt. Babys zweifeln nicht, ob sie richtig sind. Sie sagen „Ich brauche das“ und erwarten, dass es kommt. Wenn sie Hunger haben, schreien sie. Wenn sie Naehe brauchen, schreien sie. Punkt. Kein Zoegern, keine Scham.

Was die Wunde bringt, ist die Antwort der Erwachsenen. Meine Mutter hat alles fuer mich getan, was sie konnte. Aber ihr wurde damals gesagt, das Beste fuer ein Kind ist alleine im Bett, schreien lassen, sonst wickelt es einen um den Finger. Also tat sie genau das. Und mein junges Nervensystem lernte: Wenn ich brauche, kommt niemand. Das praegt.

Bei mir kam noch dazu, dass meine Augen anders aussehen. Ich bekomme sie nicht richtig auf. Das hat mir Mobbing eingebracht, lange Mobbing-Geschichten in der Schule. Ich habe angefangen zu glauben: Ich bin haesslich, ich bin nichts wert. Wahrscheinlich habe ich das nicht alleine aus meinem Inneren gehabt. Es kam von aussen rein, hat sich festgesetzt, ist zu meinem inneren Glaubenssatz geworden.

Wenn du heute denkst „Ich bin nicht genug“, dann ist das oft kein wahrer Satz. Es ist ein alter Satz. Aufgesetzt, von aussen oder aus alten Situationen uebernommen. Und alte Saetze duerfen gehen.

Offenes Notizbuch mit Stift auf Holztisch, Sinnbild fuer das Reflektieren alter Glaubenssaetze

Wenn du als Mutter mal ausrastest: Was wirklich hilft

Ich war mal richtig kaputt. Mein Baby hatte viel geweint, ich hatte wenig geschlafen. Meine Tochter hat mit einer Kette auf den Tisch gehauen, super laut, das Baby gerade eingeschlafen. Ich habe sie gebeten, gezeigt wo es leiser geht. Sie hat mich angeguckt und es immer wieder gemacht. Irgendwann habe ich sie geschubst. Sie ist hingefallen und mit dem Kinn aufgekommen. Es war blau.

Ich habe mich unendlich geschaemt. Mein Mann hat sie getroestet, ich musste rausgehen. Ich war wuetend auf mich, nicht auf sie. Und ja, ich habe verstanden warum es passiert ist. Meine Beduerfnisse waren komplett unerfuellt. Meine Emotionen unreguliert. Das ist keine Entschuldigung. Es ist eine Diagnose.

Was nachher half: nicht in die Verurteilung gehen. Mich hinsetzen und fragen: Was brauche ich, damit das nicht wieder passiert? Ich habe einen Workshop gemacht. Ich habe mit einer Freundin darueber gesprochen, sie hat erzaehlt, dass sie ihr Kind manchmal kneift, wenn sie ganz wuetend ist. Wir Muetter halten so viel still, dass wir oft nicht wissen, wohin damit.

Wichtig: Was passiert ist, war Gewalt. Auch Schimpfen und Schreien sind Gewalt. Wir muessen das ernst nehmen, nicht schoenreden. Aber wir muessen uns auch nicht in Schuld baden. Hinschauen, lernen, anders machen. Das ist der Weg.

Was Kinder fuer ihren Selbstwert wirklich brauchen

Wir koennen nicht jede unangenehme Situation von unseren Kindern fernhalten. Wir koennen nicht jede schmerzhafte Erfahrung verhindern. Das ist nicht unser Auftrag. Unser Auftrag ist, sie zu staerken, damit sie mit den Erfahrungen umgehen koennen.

Was Kinder fuer einen stabilen Selbstwert wirklich brauchen:

  • Eine zuverlaessige Bindung: „Ich darf da sein, jemand kommt wenn ich rufe.“
  • Begleitung der Gefuehle: „Mein Trauern ist okay, meine Wut ist okay.“
  • Empathie statt Bewertung: „Ich werde gesehen, wie ich bin.“
  • Konkrete Selbstwirksamkeit: „Ich kann etwas. Ich werde gefragt. Ich darf entscheiden.“
  • Vorbilder, die selbst gut zu sich sind: „So darf ich auch zu mir sein.“

Wenn dein Kind diese Saeulen erfaehrt, wird es robust. Nicht unverletzlich, aber widerstandsfaehig. Es wird Kommentare einstecken koennen, ohne dass sie zu inneren Glaubenssaetzen werden. Es wird wissen, dass es richtig ist, wie es ist.

Vorbild sein, nicht perfekt

Ich werde nicht alles perfekt machen. Du auch nicht. Niemand wird das. Und das ist okay. Was wir tun koennen, ist Vorbild sein. Unseren Kindern zeigen, wie man mit sich selbst gut umgeht.

Konkret heisst das fuer mich: Ich rede vor meinen Kindern nicht schlecht ueber meinen Koerper. Ich entschuldige mich, wenn ich ausgerastet bin. Ich erklaere, was ich brauche, statt es runterzuschlucken. Ich lasse meine Kinder sehen, wie ich an mir arbeite. Sie sehen, dass auch Erwachsene noch lernen.

Und ja, ich habe meine wunde Stelle. Meine Augen. Heute kann ich oeffentlich darueber sprechen. Vor zehn Jahren haette ich mir das nie zugetraut. Aber genau das ist das Geschenk dieser Mutterschaft fuer mich gewesen: die groesste Transformation meines Lebens. Schicht fuer Schicht abbauen, was nicht meins ist.

Du musst nicht erst alle Themen geheilt haben, um eine gute Mama zu sein. Du musst nur bereit sein hinzuschauen und einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Dein Kind sieht dieses Hinschauen. Und es wird genau das uebernehmen.

Haende halten einen Herz-Stein, Sinnbild fuer das Annehmen des eigenen Selbstwerts

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Fazit: Du bist gut, wie du bist

Dein Selbstwert haengt nicht davon ab, was andere Menschen ueber dich sagen. Er haengt davon ab, wie du mit dir selbst sprichst. Und das kannst du veraendern. Schritt fuer Schritt, Tag fuer Tag.

Die wichtigsten Punkte:

  • Mombashing ist ein Spiegel der anderen, kein Urteil ueber dich
  • Alte Glaubenssaetze sind oft uebernommen, nicht wahr
  • Wenn du mal ausrastest: hinschauen, lernen, anders machen, nicht in Schuld versinken
  • Kinder brauchen Bindung, Begleitung, Empathie und Vorbilder, die gut zu sich sind
  • Du musst nicht perfekt sein, nur bereit hinzuschauen

Mein Restaurant, meine Regeln. Dein Leben, deine Regeln. Du darfst zu dir stehen. Und du darfst deinen Kindern beibringen, dass auch sie zu sich stehen duerfen. Das ist das groesste Geschenk.

FAQ: Selbstwert als Mama

Wie gehe ich mit Mombashing-Kommentaren um?

Erst durchatmen, nicht sofort reagieren. Frag dich: Ist das ein Spiegel von mir oder vom Kommentierenden? Meistens ist es Letzteres. Du musst nicht jeden Kommentar beantworten. Du musst auch nicht jeden Kommentar zulassen. Loeschen, blockieren, ignorieren sind erlaubte Strategien.

Was tun, wenn ich oft denke, ich bin keine gute Mutter?

Frag dich, woher dieser Satz kommt. Ist es ein alter Glaubenssatz aus deiner Kindheit? Vergleich mit anderen? Mediennutzung? Ueberforderung? Oft hilft es, mit jemandem darueber zu sprechen, einer Freundin, einer Beraterin oder einer Therapeutin. Du bist nicht allein damit.

Wie kann ich meinem Kind helfen, einen guten Selbstwert zu entwickeln?

Sei selbst dein erstes Vorbild. Sprich gut ueber dich. Begleite die Gefuehle deines Kindes, statt sie wegzuwerten. Gib ihm echte Wahlmoeglichkeiten im Alltag, das stiftet Selbstwirksamkeit. Vermeide Saetze wie „Sei nicht so empfindlich“ oder „Du bist so anstrengend“.

Mein Kind erlebt Mobbing in der Schule. Was hilft?

Sprich mit der Schule, das ist nicht etwas, was dein Kind allein loesen soll. Zu Hause: Sei der sichere Hafen. Begleite die Gefuehle. Staerke das, was dein Kind ausmacht. Hol bei Bedarf professionelle Unterstuetzung. Und ja, manchmal ist ein Schulwechsel die richtige Loesung.

Was, wenn ich meinen Kindern schon Glaubenssaetze mitgegeben habe?

Reflektion ist der erste Schritt. Sprich mit deinem Kind in einem ruhigen Moment darueber, entschuldige dich, wenn du etwas gesagt hast, das ihm geschadet hat. Kinder verzeihen viel. Und sie lernen aus deinem Veraenderungswillen mehr als aus jeder perfekten Vergangenheit.

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