Mami Empowerment

Ganzheitlich. Gesund. Geborgen.

Mami Empowerment

Ganzheitlich. Gesund. Geborgen.

Werte für Kinder: 4 Werte, die dein Kind ein Leben lang tragen

Was du in diesem Artikel lernst

Hast du dir schon mal Gedanken über deine Werte gemacht? Also wirklich aktiv, nicht nur unterbewusst? Ich früher nicht. Erst als ich Mama wurde, habe ich gemerkt, wie sehr Werte mein Familienleben tragen oder eben nicht.

In dieser Folge teile ich die vier Werte, die für mich seit Jesper Juuls gleichnamigem Buch zum Kompass geworden sind: Empathie, Authentizität, Integrität und Gleichwürdigkeit. Wenn ich nicht weiterweiß im Alltag mit meinen Kindern, gehe ich zu diesen Werten zurück. Und jedes Mal wird klarer, was zu tun ist.

  • Was Werte für Kinder im Alltag wirklich bedeuten
  • Warum Empathie der wichtigste Wert für jede Beziehung ist
  • Warum Authentizität wichtiger ist als immer freundlich zu sein
  • Warum Ja zu dir selbst nicht egoistisch, sondern Integrität ist
  • Wie du dein Kind mit gleicher Würde behandelst, ohne es gleichzustellen

Inhalt

Warum Werte für Kinder so wichtig sind

Wert 1: Empathie als Schlüssel zur Beziehung

Wert 2: Authentizität statt Friede-Freude-Eierkuchen

Wert 3: Integrität, auch ja zu dir selbst sagen

Wert 4: Gleichwürdigkeit als Haltung

Wo die Freiheit endet und wo Grenzen anfangen

Fazit

FAQ

Höre die ganze Podcastfolge

Werte, die dein Kind ein Leben lang stärken

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Warum Werte für Kinder so wichtig sind

Werte sind tief verwurzelte, bedeutsame Einstellungen, Idealvorstellungen, Bedürfnisse in uns. Wenn wir im Einklang mit unseren Werten handeln, fühlen wir uns wohler. Wenn wir gegen sie handeln, spüren wir, dass etwas nicht stimmt.

Für die Beziehung zu unseren Kindern sind Werte unbezahlbar. Ich habe so viele Erziehungsbücher gelesen und gemerkt: Meine Klarheit kommt nicht aus Methoden, sie kommt aus meinen Werten. Und aus deren Priorisierung.

Auf Jesper Juuls Buch „Vier Werte, die dein Kind ein Leben lang tragen“ bin ich gestoßen und es ist bis heute eines meiner Lieblingsbücher, zusammen mit „Nein aus Liebe“. Die vier Werte: Empathie, Gleichwürdigkeit, Integrität und Authentizität. Mir helfen sie jeden Tag, wenn ich nicht weiß, ob ich meinem Kind etwas erlaube oder nicht.

Wenn ich unsicher bin, gehe ich kurz zu meinen Werten. Was ist mir wichtig? Was lebe ich vor? Was möchte ich, dass meine Kinder mitnehmen? Und meistens ist die Antwort dann ganz klar.

Wert 1: Empathie als Schlüssel zur Beziehung

Empathie ist für mich der allerwichtigste Wert. Jeder Mensch möchte verstanden, gehört und gesehen werden. Auch dein Baby im Bauch, auch dein Neugeborenes, auch dein wütendes Kleinkind. Sie wollen alle verstanden werden.

Mein Schlüssel in der Erziehung, oder besser in der Beziehung zu meinen Kindern, ist Empathie. Das gelingt mir mal mehr, mal weniger. Wenn ich selbst keinen guten Tag habe, fällt es mir schwer, mich in unsere Tochter einzufühlen. Aber ich erinnere mich immer wieder daran, dass Empathie der Schlüssel ist, gerade in Konflikten.

Konflikte wird es immer geben, egal was wir tun. Die Frage ist nicht, wie wir sie vermeiden, sondern wie wir damit umgehen. Und Empathie hilft, sowohl in Richtung des Gegenübers als auch in Richtung uns selbst. Was ist hier eigentlich los? Warum reagiere ich gerade so?

Ein Beispiel: Unsere Tochter kam wütend aus dem Kindergarten, ich war getriggert. Aber statt zu schimpfen, habe ich versucht zu spiegeln. Nicht einfach „Du bist wütend“ mit ruhiger Stimme, das macht Kinder noch wütender. Sondern wirklich in das Gefühl gehen. Und am Ende fanden wir heraus, dass im Kindergarten jemand einen Hund in ihr Boot gesetzt hatte. Genau das war der Grund. Empathie geschenkt, Krieg vorbei, schöner Nachmittag.

Wert 2: Authentizität statt Friede-Freude-Eierkuchen

Kinder lernen von Vorbildern. Sie wollen mit echten Menschen leben, nicht mit Rollen. Und genau das darfst du sein: ein echter Mensch. Mit Gefühlen, mit Bedürfnissen, mit Tagen, an denen du genervt bist.

Es ist nicht authentisch, wenn du immer nur Friede-Freude-Eierkuchen-Sprache lebst, obwohl in dir gerade etwas anderes los ist. Es ist toll, wenn du nicht schimpfst, klar. Aber irgendwann im Tag bist du genervt. Ich bin jeden Tag mindestens einmal kurz genervt. Und das darf mein Kind wissen.

Gestern hat unsere Tochter erst Wasser umgeschmissen und es ist unter das Induktionskochfeld gelaufen. Dann ist ihr die Müslischale aus der Hand gefallen, Milch und Müsli überall. Ich war genervt. Ich weiß, sie macht das nicht mit Absicht, ich schimpfe nicht und frage nicht „Warum machst du das?“. Aber ich darf kurz mein „Waaah!“ rufen. Sie darf merken, dass mich das gerade nervt.

Spannend ist, was sie dann macht: Sie nutzt Strategien, die wir gemeinsam erarbeitet haben. Sie bringt mir manchmal sogar ein Kissen, das ich aufs Sofa werfen kann. Und sie weiß, dass Mamas ein Recht auf eigene Gefühle haben. Das ist Authentizität.

Mama auf Augenhöhe mit ihrem Kind als Symbol für gelebte Werte in der Erziehung

Wert 3: Integrität, auch ja zu dir selbst sagen

Integrität bedeutet für mich, zu sich selbst ja und zu anderen auch mal nein zu sagen. Auch zu deinen Kindern. Das fällt schwer, weil wir wollen, dass unsere Kinder glücklich sind. Am liebsten immer.

Aber dein Kind kann nicht glücklich sein, wenn du dich krumm machst. Kinder brauchen glückliche Eltern. Nur dann können wir wirklich einfühlsam begleiten. Bedürfnisorientiert heißt nicht, dass dein Kind alle Wünsche erfüllt bekommt. Bedürfnisorientiert heißt, dass alle Familienmitglieder Bedürfnisse haben, auch Mama, auch Papa.

Also gönn dir Auszeiten und erklär es deinem Kind. Ein Baby muss natürlich getragen werden, wenn es weint. Aber wenn du eine Pause brauchst, darf das Baby auch von einem anderen vertrauten Menschen getragen werden. Ein Kleinkind kann verstehen, dass Mama jetzt eine Pause braucht. Es darf wütend sein, das ist okay. Es lernt durch dich, dass es wichtig ist, sich um sich selbst zu kümmern.

Dieses ja zu dir selbst zu sagen, ist kein Egoismus. Es ist Vorbild. Dein Kind lernt: Wir tun Dinge für andere und wir kümmern uns auch um uns selbst. Wir nehmen uns, was wir brauchen. Wir sorgen für unsere Bedürfnisse. Das ist eine Lebensbotschaft, die dein Kind ein Leben lang trägt.

Wert 4: Gleichwürdigkeit als Haltung

Gleichwürdigkeit ist ein Wort, das Jesper Juul geprägt hat, und ich finde es so wertvoll. Es bedeutet: Kinder sind Menschen, genau wie wir. Mit der gleichen Würde. Egal ob jung oder alt, wir alle haben dieselbe Würde.

Gleichwürdigkeit bedeutet nicht, dass Kinder die gleiche Verantwortung tragen wie Erwachsene oder alle Entscheidungen treffen dürfen. Sie brauchen einen Rahmen. Aber sie verdienen es, mit Würde behandelt zu werden. Ihre Gefühle gesehen, ihre Bedürfnisse respektiert, ihre Meinung gehört.

Mein Lieblingsbeispiel: Ein Kind fällt hin und Erwachsene rufen sofort „Schnell aufstehen, ist doch nichts passiert, brauchst nicht weinen“. Würden wir das bei einem Erwachsenen so machen, der hinfällt? Wir würden uns hinknien und fragen „Alles in Ordnung?“. Bei Kindern tun wir das nicht. Warum eigentlich?

Es ist überall so. Wir glauben besser zu wissen, ob unser Kind eine Jacke braucht, wann es satt ist, ob es friert. Klar, ich gebe Hinweise. Wenn es 5 Grad sind und sie ohne Jacke raus will, nehme ich die Jacke mit. Vielleicht lasse ich sie aber auch zwei Minuten ausprobieren. Sie spürt es selbst. Sie ist ein Mensch. Wenn sie es wirklich nicht merkt, übernehme ich die Verantwortung.

Mama nimmt sich einen Moment für sich selbst als Symbol für Integrität in der Familie

Wo die Freiheit endet und wo Grenzen anfangen

Jesper Juul hat einen Satz geprägt, den ich mir täglich vor Augen halte: „Die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo die Grenze eines anderen anfängt.“ Dieser Satz hilft mir, wenn ich zwischen Freiheit für mein Kind und meinen eigenen Grenzen pendle.

Freiheit ist mir persönlich extrem wichtig. Ich habe mich als Kind oft eingegrenzt gefühlt. Ich möchte, dass meine Kinder frei aufwachsen. Und gleichzeitig sperrt mich die Freiheit meiner Tochter manchmal selbst ein. Dann denke ich an diesen Satz. Ihre Freiheit hört da auf, wo meine Grenze anfängt. Mal früher, mal später.

Bei uns ist Ordnung ein Beispiel. Ordnung ist mir wichtig, freies Spiel ist meiner Tochter wichtig. Wir finden gemeinsam Lösungen. Manchmal weiche ich meine Grenze auf, aber nur so weit, dass ich mich noch wohlfühle. Manche Sachen dürfen einfach nicht sein, und das ist okay. Das ist authentisch.

Wenn ich Werte für Kinder zusammenfasse, kommt am Ende immer dasselbe heraus: Empathie zum Verstehen, Authentizität zum echt sein, Integrität für deine eigenen Grenzen, Gleichwürdigkeit für die deines Kindes. Diese vier Werte tragen dein Kind und auch dich ein Leben lang.

Stopp die Wut Mini-Training 0 Euro

Du willst mehr Ruhe und Verbindung in eurem Alltag mit Kind?

Hol dir mein Mini-Training Stopp die Wut für 0 € und bekomme konkrete Werkzeuge an die Hand.

Jetzt für 0 € anschauen

Fazit: Diese 4 Werte für Kinder tragen ein Leben lang

Werte sind kein Buchwissen. Sie sind etwas, das du jeden Tag neu lebst. Und du lebst sie deinem Kind vor, ob du willst oder nicht. Diese vier Werte sind ein Kompass, kein Regelbuch.

Die wichtigsten Punkte aus dieser Folge:

  • Empathie heißt, dein Kind und dich selbst zu verstehen, bevor du reagierst
  • Authentizität heißt, ein echter Mensch zu sein, auch mit genervten Momenten
  • Integrität heißt, auch zu dir selbst ja zu sagen, ohne schlechtes Gewissen
  • Gleichwürdigkeit heißt, dein Kind mit derselben Würde zu behandeln wie einen Erwachsenen
  • Die Freiheit deines Kindes endet da, wo deine Grenze anfängt, und umgekehrt

Du darfst das langsam in deinen Alltag holen. Schon einer dieser vier Werte, bewusst gelebt für eine Woche, verändert eure Atmosphäre. Und falls du an einem Tag aus allen Werten rausfällst, ist das okay. Authentisch sein darf auch heißen: heute war schwer, morgen probiere ich es wieder.

FAQ zu Werten für Kinder

Welche Werte sollte ich meinem Kind unbedingt mitgeben?

Nach Jesper Juul sind es vier: Empathie, Authentizität, Integrität und Gleichwürdigkeit. Diese vier Werte tragen die Beziehung zwischen Eltern und Kind und geben deinem Kind ein stabiles inneres Fundament für sein Leben.

Was bedeutet Gleichwürdigkeit in der Erziehung?

Gleichwürdigkeit bedeutet, dein Kind mit derselben Würde zu behandeln wie einen Erwachsenen. Es bedeutet nicht, dass dein Kind dieselbe Verantwortung trägt oder alles entscheiden darf. Du gibst den Rahmen, dein Kind darf darin frei und respektiert sein.

Bin ich egoistisch, wenn ich auch an mich denke?

Nein, das nennt sich Integrität. Du kannst nicht aus einem leeren Glas einschenken. Wenn du dich nicht um dich kümmerst, kannst du dein Kind nicht einfühlsam begleiten. Selbstfürsorge ist Vorbild und keine Schwäche.

Darf ich vor meinem Kind genervt sein?

Ja, das ist Authentizität. Du musst nicht freundlich auf Knopfdruck sein. Wichtig ist, dass du keine Verantwortung auf dein Kind ablädst und nicht in alte Muster wie Schimpfen oder Strafen verfällst. Genervt zu sein und ein „Mensch, das nervt mich gerade“ zu sagen, ist erlaubt.

Wie reagiere ich auf Wutausbrüche meines Kindes mit diesen Werten?

Mit Empathie. Spiegel, was du siehst, geh in das Gefühl, statt es wegzureden. Bleib gleichzeitig in deiner Klarheit. „Du bist wütend, ich verstehe das, und wir machen es trotzdem so.“ Beides darf nebeneinander stehen.

Du liegst abends im Bett… und deine Gedanken drehen sich nur um die Geburt? 😮‍💨

 

„Wie schlimm werden die Schmerzen wirklich sein?“

 

Hol dir mein 0€ Video und verstehe, was hinter den Schmerzen steckt – und wie du sie beeinflussen kannst 🤍

 

✨ Klarheit im Kopf. Ruhe im Körper. Vertrauen in deinen Weg.

 

👉 Jetzt kostenlos ansehen